Wie funktioniert erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit? Antworten darauf erhielten rund 50 neu sowie erneut gewählte Gemeinderätinnen und Gemeinderäte aus den Gemeinden Maßbach, Rannungen, Schonungen, Stadtlauringen, Thundorf und Üchtelhausen bei einer Informationsveranstaltung des Schweinfurter OberLands in der neu sanierten Mehrzweckhalle in Rannungen.
Ziel der Veranstaltung war es, den Mandatsträgern einen umfassenden Einblick in die Arbeit, Projekte und Zukunftsziele der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) zu geben sowie den Austausch über Gemeindegrenzen hinweg zu fördern.

Ehemalige Bürgermeister verabschiedet
Zum Auftakt begrüßte der Sprecher der ILE-Region und Bürgermeister von Schonungen, Stefan Rottmann, die Teilnehmer. Im Anschluss wurden die ehemaligen Bürgermeister Judith Dekant (Thundorf), Friedel Heckenlauer(Stadtlauringen) und Fridolin Zehner (Rannungen) offiziell verabschiedet.
Besonders gewürdigt wurde Friedel Heckenlauer, der als Mitbegründer die Entwicklung des Schweinfurter OberLands über viele Jahre entscheidend geprägt hat. Seit rund 20 Jahren arbeiten die Mitgliedsgemeinden erfolgreich zusammen. Maßbach und Thundorf schlossen sich der ILE im Jahr 2012 an, Rannungen folgte 2014.
Sechs Gemeinden stellen ihre Schwerpunkte vor
Auch die Landtagsabgeordnete Martina Gießübel nahm an der Veranstaltung teil und richtete ein Grußwort an die anwesenden Gemeinderäte.
Anschließend präsentierten die Bürgermeister der sechs Mitgliedskommunen ihre Gemeinden sowie die wichtigsten Vorhaben der kommenden Jahre. Neben den wiedergewählten Bürgermeistern Stefan Rottmann (Schonungen), Matthias Klement (Maßbach) und Johannes Grebner (Üchtelhausen) stellten sich auch die neu gewählten Bürgermeister Bernhard Düker (Thundorf), René Schäd (Stadtlauringen) sowie Gastgeberin Bettina Bonengel(Rannungen) vor.
Projekte für die Zukunft der Region
Im fachlichen Teil erläuterte Gerald Kolb vom Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken die Grundlagen und Fördermöglichkeiten der Integrierten Ländlichen Entwicklung. Dabei machte er deutlich, welche Chancen eine enge Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden für die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums bietet.
ILE-Umsetzungsbegleiter Lorenz Rothmann stellte anschließend die aktuellen Projekte des Schweinfurter OberLands vor. Dazu gehören unter anderem:
- die Energiegesellschaft Schweinfurter OberLand,
- das Wanderkonzept,
- das Förderprogramm „Investitionen zur Innenentwicklung“,
- der OberLandKurier sowie
- das Regionalbudget.
Anhand dieser Projekte wurde deutlich, welchen konkreten Nutzen die interkommunale Zusammenarbeit für die Mitgliedsgemeinden bringt.
Austausch und Vernetzung im Mittelpunkt
Zum Abschluss nutzten die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Bei Gesprächen sowie einer Ideenabfrage an Stellwänden wurden erste Kontakte geknüpft und Anregungen für die zukünftige Entwicklung des Schweinfurter OberLands gesammelt.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass viele Herausforderungen der kommenden Jahre – von der Regionalentwicklung über die Energieversorgung bis hin zur Förderung lebenswerter Ortskerne – am erfolgreichsten gemeinsam über Gemeindegrenzen hinweg bewältigt werden können.