Die mainfränkische Wirtschaft setzt erneut ein Zeichen für praxisnahe Forschung und Innovation: Die Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt hat den mit 7.000 Euro dotierten TH-Förderpreis an Professor Dr. Alexander Hofmann von der Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt verliehen.
Ausgezeichnet wurde das Forschungsprojekt „Wissensbasis für kosteneffiziente Drehmomentmessung (WIKODROM)“. Die Preisverleihung fand am 28. April 2026 in Schweinfurt statt. Überreicht wurde die Auszeichnung von IHK-Präsidentin Caroline Trips sowie dem stellvertretenden Hauptgeschäftsführer Jürgen Bode.
Das Projekt beschäftigt sich mit neuen Möglichkeiten der kostengünstigen Sensorentwicklung für kleine und mittelständische Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen spezielle Eigenschaften von Stahl, mit deren Hilfe Kräfte und Drehmomente über Magnetfelder gemessen werden können.
Ziel des Forschungsprojekts ist es, Unternehmen eine Wissensgrundlage zur Verfügung zu stellen, damit diese entsprechende Technologien künftig auch ohne umfangreiche eigene Forschungsarbeiten nutzen und weiterentwickeln können. Dadurch könnten neue Anwendungen beispielsweise im Maschinenbau oder im Fahrzeugbereich entstehen.
Geplant sind unter anderem Tests, Messungen sowie die Entwicklung von Demonstratoren. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen später auch in Schulungen, Kooperationen und die akademische Lehre einfließen.
Im Rahmen der Preisverleihung betonte Caroline Trips die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft für die Innovationskraft der Region Mainfranken. Auch THWS-Vizepräsident Professor Dr. Jan Schmitt nahm an der Veranstaltung teil.
Der TH-Förderpreis der mainfränkischen Wirtschaft wird seit 2013 vergeben und unterstützt praxisnahe Forschungsprojekte an der THWS. Insgesamt konnten bislang Projekte mit rund 51.000 Euro gefördert werden. Ziel der Stiftung ist es, den Austausch zwischen Hochschule, Wirtschaft und IHK nachhaltig zu stärken.
