Wann genau werden die Uhren umgestellt?
Am Sonntag, 25. Oktober 2026, werden die Uhren um 3 Uhr morgens auf 2 Uhr zurückgestellt. Damit endet die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ), und es gilt wieder die Mitteleuropäische Zeit (MEZ), umgangssprachlich Winterzeit genannt.
Für alle, die am Sonntag ausschlafen möchten, ist das eine gute Nachricht: Die Nacht dauert eine Stunde länger. Wer beispielsweise um 8 Uhr aufsteht, hat nach der neuen Uhrzeit theoretisch eine Stunde mehr Schlaf bekommen.
Eine einfache Eselsbrücke hilft dabei, sich die Richtung der Zeitumstellung zu merken: Im Frühjahr werden die Gartenmöbel vor das Haus gestellt, im Herbst wieder zurück. Genauso funktioniert es mit den Uhren.
Morgens früher hell, abends schneller dunkel
Mit der Umstellung auf Winterzeit verändert sich auch unser Tagesablauf. Zwar bleibt die tatsächliche Tageslänge unverändert, doch Sonnenaufgang und Sonnenuntergang verschieben sich auf der Uhr um eine Stunde nach vorne.
Das bedeutet: Morgens wird es nach der Zeitumstellung zunächst wieder früher hell. Dafür setzt die Dunkelheit am Abend entsprechend früher ein.
Gerade für Berufspendler in Schweinfurt und im Landkreis macht sich das bemerkbar. Wer nachmittags von der Arbeit nach Hause fährt, wird in den kommenden Wochen häufiger in der Dämmerung oder bei Dunkelheit unterwegs sein.
Vorsicht im Straßenverkehr: Erhöhtes Risiko für Wildunfälle
Die frühere Dunkelheit kann auch Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit haben. Besonders auf Landstraßen und Strecken durch Waldgebiete ist im Herbst erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich.
Rehe und andere Wildtiere sind insbesondere in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv. Durch die Zeitumstellung kann sich der Berufsverkehr zeitlich stärker mit diesen Aktivitätsphasen überschneiden.
Autofahrer sollten deshalb ihre Geschwindigkeit anpassen, ausreichend Abstand halten und besonders an Waldrändern und auf unübersichtlichen Straßen aufmerksam bleiben.
Auch Fußgänger und Radfahrer sollten auf gute Sichtbarkeit achten. Helle Kleidung, Reflektoren und eine funktionierende Beleuchtung können gerade in der dunklen Jahreszeit entscheidend sein.
Wie wirkt sich die Zeitumstellung auf unseren Körper aus?
Obwohl wir im Herbst eine Stunde gewinnen, bedeutet das nicht automatisch, dass jeder besser schläft.
Unsere innere Uhr orientiert sich unter anderem am Tageslicht und an regelmäßigen Schlaf- und Wachzeiten. Wird die Uhrzeit plötzlich verändert, kann das den gewohnten Rhythmus durcheinanderbringen.
Manche Menschen reagieren mit Müdigkeit, Konzentrationsproblemen oder Schlafstörungen. Andere bemerken die Umstellung überhaupt nicht.
Grundsätzlich gilt die Umstellung im Herbst für viele Menschen als leichter zu verkraften als der Wechsel zur Sommerzeit im Frühjahr, bei dem eine Stunde verloren geht.
Wer empfindlich reagiert, sollte möglichst regelmäßige Schlafenszeiten einhalten, sich tagsüber ausreichend im Freien aufhalten und besonders morgens Tageslicht nutzen.
Welche Geräte stellen sich automatisch um?
Bei den meisten modernen Geräten ist die Zeitumstellung inzwischen kein Problem mehr.
Smartphones, Computer, Tablets und viele vernetzte Geräte übernehmen die neue Uhrzeit automatisch, sofern die entsprechende Einstellung aktiviert ist.
Anders sieht es bei klassischen Wanduhren, älteren Weckern, Backöfen oder manchen Fahrzeuguhren aus. Hier muss die Uhrzeit unter Umständen noch von Hand angepasst werden.
Ein kurzer Kontrollblick am Sonntagmorgen kann deshalb nicht schaden.
Warum gibt es die Zeitumstellung überhaupt?
Die Idee hinter der Sommerzeit ist bereits mehr als 100 Jahre alt. Ursprünglich sollte durch die bessere Nutzung des Tageslichts Energie eingespart werden.
In Deutschland wurde die Sommerzeit 1980 wieder eingeführt. Seitdem werden die Uhren im Frühjahr vorgestellt und im Herbst zurückgestellt.
Der erhoffte Energiespareffekt ist allerdings umstritten. Zwar kann durch längere Helligkeit am Abend teilweise Beleuchtung eingespart werden, gleichzeitig kann sich beispielsweise der Heizbedarf verändern.
Die tatsächlichen Einsparungen gelten deshalb als begrenzt. Kritiker sehen in der halbjährlichen Umstellung vor allem eine unnötige Belastung für Mensch und Alltag.
Warum wurde die Zeitumstellung noch immer nicht abgeschafft?
Bereits 2018 sprach sich bei einer EU-weiten Onlinebefragung eine deutliche Mehrheit der Teilnehmer gegen die halbjährliche Zeitumstellung aus.
Ein Jahr später unterstützte das Europäische Parlament einen Vorschlag zur Abschaffung. Trotzdem ist bis heute keine endgültige Entscheidung gefallen.
Der entscheidende Streitpunkt: Welche Zeit soll künftig dauerhaft gelten?
Während einige Länder eine dauerhafte Sommerzeit bevorzugen, sprechen sich andere für die Beibehaltung der normalen Mitteleuropäischen Zeit aus.
Eine europaweit abgestimmte Lösung ist bislang nicht zustande gekommen. Deshalb bleibt die bisherige Regelung vorerst bestehen.
Wann ist die nächste Zeitumstellung?
Die Winterzeit gilt bis Sonntag, 28. März 2027. Dann werden die Uhren nachts um 2 Uhr wieder auf 3 Uhr vorgestellt.
Damit beginnt erneut die Sommerzeit, und wir verlieren die Stunde, die wir an diesem Wochenende gewinnen.
Unser Fazit: In der kommenden Nacht dürfen wir uns über eine zusätzliche Stunde freuen. Für viele Menschen bedeutet die Winterzeit allerdings auch, dass es nach Feierabend deutlich früher dunkel wird. Bis sich die europäischen Staaten auf eine gemeinsame Lösung einigen, bleibt die Zeitumstellung ein fester Bestandteil unseres Alltags.
