Eine aufmerksame Apothekenmitarbeiterin hat in Bad Königshofen im Landkreis Rhön-Grabfeld einen mutmaßlichen Betrug mit einem gefälschten Rezept verhindert. Ein Mann wollte damit ein verschreibungspflichtiges Medikament im Wert von rund 7.000 Euro erhalten. Die Mitarbeiterin bemerkte die Unstimmigkeiten und verständigte die Polizei. Inzwischen sitzen zwei Tatverdächtige im Alter von 32 und 35 Jahren in Untersuchungshaft.

Gefälschtes Rezept für Medikament im Wert von 7.000 Euro
Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag, 22. Oktober 2026, gegen 15:30 Uhr in einer Apotheke am Marktplatz in Bad Königshofen.
Nach Angaben der Polizei legte ein Mann dort ein gefälschtes Rezept vor, um ein verschreibungspflichtiges Präparat im Wert von rund 7.000 Euro zu erhalten.
Die aufmerksame Apothekenmitarbeiterin erkannte den möglichen Betrugsversuch und alarmierte umgehend die Polizei.
Die Beamten trafen kurze Zeit später vor Ort ein und nahmen den mutmaßlichen Täter fest. Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 35-jährigen belarussischen Staatsangehörigen. Er wurde zunächst in Polizeigewahrsam genommen.
Polizei nimmt zweiten Tatverdächtigen fest
Im Zuge umfangreicher Ermittlungsmaßnahmen gelang es der Polizei, einen weiteren Tatverdächtigen zu identifizieren und festzunehmen.
Am Freitag, 23. Oktober, stellten die Beamten einen 32-jährigen moldauischen Staatsangehörigen ebenfalls in Bad Königshofen.
Der Mann steht im Verdacht, gemeinsam mit dem 35-Jährigen an dem versuchten Betrug beteiligt gewesen zu sein.
Die Ermittler prüfen derzeit auch, ob die beiden Männer möglicherweise für weitere ähnlich gelagerte Fälle verantwortlich sein könnten.
Ermittlungsrichter ordnet Untersuchungshaft gegen beide Männer an
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurden beide Tatverdächtigen jeweils am Tag nach ihrer Festnahme einem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Dieser erließ gegen die beiden Männer Untersuchungshaftbefehle, unter anderem wegen des dringenden Tatverdachts des Betrugs und der Urkundenfälschung.
Anschließend wurden die 32 und 35 Jahre alten Männer in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten eingeliefert.
Ermittlungen zu möglichen weiteren Betrugsfällen dauern an
Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt und die Polizei setzen ihre Ermittlungen fort.
Insbesondere wird geprüft, ob die beiden Tatverdächtigen mit vergleichbaren Betrugsfällen in Verbindung stehen.
Dank der Aufmerksamkeit der Apothekenmitarbeiterin konnte die Herausgabe des rund 7.000 Euro teuren Medikaments verhindert werden.
Für beide Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.