Volkach -
Unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“ findet am Sonntag, 13. September 2026, der Tag des offenen Denkmals statt. Die vhs Volkach beteiligt sich mit Führungen und Besichtigungen an drei historischen Orten: im Zwinger von Volkach, auf Schloss Gerlachshausen und im Gutshof Öttershausen.
„Das Motto ‚NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur‘ passt richtig gut zum Tagesprogramm unserer vhs Volkach“, erklärt vhs-Leiterin Sigrid Klemenz. An allen drei Orten werde deutlich, welche Bedeutung Verbindungen für das Leben früherer Generationen hatten.
Der Zwinger verband als Teil der Stadtbefestigung Tore und Türme. Die Mainfurt bei Gerlachshausen diente als wichtiger Übergang über den Main, während der Gutshof Öttershausen für die landwirtschaftliche Versorgung der Region steht. Jeder dieser Orte erzähle seine eigene Geschichte und sei zugleich Teil eines größeren Ganzen, so Klemenz.
Der Zwinger in Volkach öffnet seine Türen
Der zwischen der Pfarrkirche und dem Oberen Tor gelegene Zwinger war ein bedeutender Bestandteil der mittelalterlichen Stadtbefestigung Volkachs. Er stellte eine Verbindung zwischen den einzelnen Bauwerken innerhalb der historischen Stadtummauerung her.
Im Laufe der Jahrhunderte ging der Zwinger in den Besitz des Klosters St. Maria über und blieb lange Zeit ungenutzt. Zum Tag des offenen Denkmals wird er in Kooperation mit den Dillinger Franziskanerinnen wieder für Besucher zugänglich gemacht.
Die Führungen finden zwischen 11 und 17 Uhr statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist die Kellergasse im Schulhof der Mädchenrealschule. Das Angebot wird von der vhs Volkach gemeinsam mit dem Heimatverein Mainschleife organisiert.
Führungen durch Schloss Gerlachshausen
Auch die Mainfurt bei Gerlachshausen spielte über viele Jahrhunderte eine wichtige Rolle für die Infrastruktur der Region. Menschen, Händler und später auch Soldaten nutzten den Übergang, um den Main zu überqueren.
Graf und Gräfin von Mainberg, Uwe und Gabriela Hückmann, führen Besucher durch Schloss Gerlachshausen. Die jeweils 60-minütigen Führungen beginnen um 11 Uhr, 14 Uhr und 15.30 Uhr.
Da die Teilnehmerzahl auf jeweils acht Personen begrenzt ist, ist eine vorherige Reservierung zwingend erforderlich. Das Schloss ist nicht barrierefrei. Veranstaltungsort ist Schloss Gerlachshausen, Schlossgasse 5 in 97359 Schwarzach am Main.
Gesprächsrunde über Heimat und Zusammenhalt
Zwischen den Schlossführungen findet von 12 bis 13.30 Uhr das „Netzwerk Schlössle“ statt. Bei der von Gabriela Hückmann moderierten Gesprächsrunde befassen sich Fachleute aus Kultur, Wirtschaft, Kommune und Politik mit den Themen Netzwerke, Heimat und der Kraft des Miteinanders.
Für die Gesprächsrunde ist keine Anmeldung erforderlich.
Baustellenbesichtigung im Gutshof Öttershausen
Ein weiterer Programmpunkt ist die Baustellenbesichtigung im historischen Gutshof Öttershausen. Die Sicherungsarbeiten an dem Anwesen wurden im Jahr 2025 begonnen.
Besucher erhalten Einblicke in die Innenräume und das Dachtragwerk des historischen Getreidespeichers. Teile des Daches wurden bereits saniert, andere Bereiche mussten zunächst notgesichert werden. Während der Besichtigung gibt es Informationen zur Baugeschichte, zu den bisherigen Sicherungsmaßnahmen, zur Forschung und zu möglichen künftigen Nutzungen.
Die rund 30-minütigen Führungen beginnen zwischen 11 und 17 Uhr jeweils halbstündlich. Ausgenommen sind die Zeiten um 11.30 Uhr, 14.30 Uhr und 16 Uhr. Letzter Beginn ist um 17 Uhr. Treffpunkt ist vor dem Gebäude. Festes Schuhwerk ist erforderlich.
Die Besichtigungen werden von der vhs Volkach gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Gutshof Öttershausen organisiert.
Das könnte dich auch interessieren:- Schweinfurt: 430 U3-Jährige in Kitas | NGG Unterfranken: Familien brauchen planbare Arbeitszeiten – deshalb muss der 8-Stunden-Tag bleiben Den Job und den „Rest des Lebens“ unter einen Hut bringen: In Schweinfurt gibt es für rund 430 Kinder unter 3 Jahren einen Kitaplatz. Die Betreuungsquote liegt damit nach Angaben der amtlichen Statistik bei gut 30 Prozent. „Das ist zu wenig. Vor allem wenn Eltern arbeiten, müssen sie sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder betreut werden“, sagt Ibo Ocak von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). So liege der landesweite Bedarf, den Eltern bei der Betreuungsquote von Unter-3-Jährigen in Bayern haben, bei 47 Prozent. Die NGG Unterfranken beruft sich dabei auf eine Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI). Erhebliche Probleme sieht die Gewerkschaft jetzt auf Eltern in Schweinfurt zukommen. Grund sind Pläne der Bundesregierung, das Arbeitszeitgesetz zu ändern und den 8-Stunden-Tag abzuschaffen: „Wenn das passiert, dann bricht für Eltern jede Planung bei der Kinderbetreuung zusammen. Denn dann kann ein Arbeitstag auch mal zwei oder sogar dreieinhalb Stunden länger werden. Mit Verlässlichkeit, die Eltern dringend brauchen, hat das nichts mehr zu tun“, sagt Ibo Ocak. Denn eine verlässliche Betreuung sei gerade für berufstätige Eltern wichtig. „Meistens sind Kita- und Arbeitszeiten schon jetzt auf Kante genäht – also eng miteinander abgestimmt: Wer sein Kind in der Kita hat, der muss es auch pünktlich wieder abholen, bevor die Kita schließt. Aber wenn der Chef demnächst aus einem 8-Stunden-Tag einen Arbeitstag mit 10 oder 12 Stunden am Stück machen kann, wird es für Familien nahezu unmöglich, ihren Alltag verlässlich zu planen“, sagt Ibo Ocak. Am Ende beeinträchtige das sogar die Berufstätigkeit der Eltern. Kritisch werde das auch für die Pflege: „Wer sich zu Hause – zum Beispiel in enger Absprache mit Pflegediensten – um Angehörige kümmert, kann alles gebrauchen, aber keinen XL-Arbeitstag“, sagt der Geschäftsführer der NGG Unterfranken. Auch bei der Pflege gelte: „Verlässlichkeit ist das A und O“, so Ocak. Schon deshalb sei die von der Bundesregierung geplante Aufweichung des 8-Stunden-Tages „Gift für alle, die im Moment alles daransetzen, den Spagat zwischen Job und Familie zu schaffen“. Betroffen seien hier vor allem Frauen: 51 Prozent von ihnen gaben, so die NGG, bei einer bundesweiten Beschäftigtenbefragung (Index Gute Arbeit) des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) an, sich zu Hause um Angehörige – gerade um Kinder oder Ältere – zu kümmern. Bei den Männern seien es 41 Prozent. Schon heute hätte gut ein Fünftel aller Beschäftigten häufig Probleme, Familie und Job zeitlich zu vereinbaren. Bei alleinerziehenden Frauen seien dies aktuell sogar 42 Prozent. „Sollte Schwarz-Rot jetzt den 8-Stunden-Tag abschaffen und bei der Wochenarbeitszeit ein Höchstlimit von 48 und in Ausnahmefällen sogar bis zu 73,5 Stunden setzen, würde die Bundesregierung damit echte Probleme für viele Familien in Schweinfurt provozieren – im Job und in der Familie“, warnt NGG-Geschäftsführer Ibo Ocak. Dabei suchten nicht nur das Gastgewerbe und das Lebensmittelhandwerk, sondern auch viele Betriebe der Nahrungsmittelindustrie händeringend qualifiziertes Personal. „Den Arbeitskräftemangel in diesen Betrieben lösen wir nicht durch längere Arbeitstage, sondern durch bessere Arbeitsbedingungen und mehr Kita-Plätze“, so Ibo Ocak. Außerdem seien längere Arbeitstage auch eine Gefahr für die Gesundheit: „Nach 8 Stunden im Job steigt das Unfallrisiko immer mehr an. Nach 12 Stunden ist es sogar doppelt so hoch wie bei einem regulären 8-Stunden-Tag“, so Ocak. Aber auch Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Burnout könnten die Folge von zu langen Arbeitstagen sein.
- Oberschwarzach/ Siegendorf – Unbekannte betreten Grundstück und flüchten
- Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt: PD Dr. Judith Sporn übernimmt Leitung der Chirurgie