251105 DGB KV SW
Foto der DGB-Kreisvorstandes v.l.n.r. Martina Keller (EVG), Raphael Scheller, Matthias Gebhardt (beide IG Metall), Franziska Müller (DGB-Jugend), Petra Wick-Kiefer (IG BCE), Heike Heck (GEW), Vorsitzender Martin Schmidl, Doris Berz (beide ver.di), Rüdiger Hub (IG BAU), Alexander Haas (NGG), Stefan Reitemeyer (GdP).

DGB Schweinfurt: Schmidl bleibt Vorsitzender – Fokus auf Sozialstaat

Schweinfurt -

Martin Schmidl, stellvertretender Bezirksgeschäftsführer von ver.di, wurde von den 27 Delegierten der acht DGB-Mitgliedsgewerkschaften einstimmig als Kreisvorsitzender des DGB Schweinfurt wiedergewählt. Schmidl steht dem Kreisverband bereits seit 2017 vor und vertritt rund 16.570 Mitglieder aus Stadt und Landkreis Schweinfurt gegenüber Politik und Gesellschaft.

Im Naturfreundehaus Schweinfurt diskutierten die Delegierten vor allem die Zukunft der Schweinfurter Industrie und eine starke soziale Absicherung der Beschäftigten. Zwei Anträge sollen über den DGB an Landes- und Bundesebene weitergeleitet werden.

Anzeige

Ein Antrag aus dem Bereich der IG BCE Fresenius fordert ein österreichisches Rentenmodell auch für Deutschland: Alle sollen einzahlen – inklusive Selbstständige, Beamte und Politiker –, um im Alter ein deutlich höheres Rentenniveau zu erreichen. Aktuell liege die Rente hierzulande im Schnitt weit unter dem österreichischen Niveau.

Zudem verlangten die Delegierten eine Sozialstaatsoffensive 2026/2027, um dem aus Gewerkschaftssicht zunehmenden Angriff auf die soziale Sicherheit entgegenzuwirken.

Kritik an Arbeitszeitdiskussion

In seiner Rede übte Frank Firsching, DGB-Regionsgeschäftsführer, scharfe Kritik an Überlegungen der Bundesregierung, den 8-Stunden-Tag zu flexibilisieren. Die Behauptung, Beschäftigte seien „zu bequem“, wies er zurück. Mit mehr als 61,4 Milliarden geleisteten Arbeitsstunden sei 2024 ein neuer Rekordwert erreicht worden.

Firsching warnte davor, den Gesundheits- und Arbeitsschutz zu schwächen:
„Wer die Leute täglich 10, 12 oder 14 Stunden arbeiten lassen will, steuert zurück ins 19. Jahrhundert.“

Mit der Kampagne „Mit Macht für die 8“ setzt sich der DGB für die Beibehaltung der bisherigen gesetzlichen Höchstarbeitszeit ein.

Zusammenarbeit und Solidarität im Fokus

Der DGB betonte, auch künftig eng mit Politik und zivilgesellschaftlichen Akteuren vor Ort zusammenzuarbeiten, um den Industriestandort Schweinfurt, gute Tarifbindung und soziale Gerechtigkeit zu stärken.

Diesen Beitrag teilen

Facebook
WhatsApp
Email

Weitere Nachrichten

9. Juli 2026
Eine Spende im Wert von 2.500 Euro unterstützt die Kinderklinik des Leopoldina-Krankenhauses Schweinfurt mit VR-Brille und Venenfinder. … mehr
9. Juli 2026
Der Europa-Park wurde von Travelcircus erneut zum besten Freizeitpark Deutschlands gewählt. Über 100 Attraktionen und zahlreiche Neuheiten überzeugen. … mehr
9. Juli 2026
Wegen Gasleitungsarbeiten ist die Auffahrt zur Gunnar-Wester-Straße in Schweinfurt bis voraussichtlich 17. Juli gesperrt. Umleitung ist ausgeschildert. … mehr
9. Juli 2026
Jan Baumann aus Volkach erhält die Christophorus-Medaille für seinen mutigen Rettungseinsatz nach einem schweren Traktorunfall im Weinberg. … mehr
9. Juli 2026
Das Hauptzollamt Schweinfurt zieht Bilanz für 2025: 1,56 Milliarden Euro Einnahmen, Erfolge gegen Schwarzarbeit und Schmuggel sowie Tag der offenen … mehr
8. Juli 2026
Ein Motorradfahrer wurde bei Bad Kissingen schwer verletzt, nachdem ein schwarzer VW in den Gegenverkehr geriet und anschließend flüchtete. Die … mehr