Ein Bussard gleitet mit weit ausgebreiteten Flügeln durch die Luft, vor verschwommenem Naturhintergrund.
Bussard im Flug über einer offenen Landschaft – Symbolbild für Greifvögel in der Region.

Greifvogel tot auf Wiese entdeckt – toxikologisches Gutachten bestätigt Vergiftung

Lkr. Hassberge -

Anfang Oktober wurde auf einer Wiese zwischen Holzhausen und Mechenried ein verendeter Greifvogel entdeckt. Wie der Polizei erst später gemeldet wurde, handelte es sich bei dem Tier um einen Bussard. Die Polizei Haßfurt führt nun gemeinsam mit dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Ermittlungen zu den Hintergründen durch.

Der Greifvogel war bereits am 06. Oktober von einem Spaziergänger aufgefunden worden. Um die Todesursache zu klären, wurde in Abstimmung mit dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz sowie dem Landesamt ein toxikologisches Gutachten veranlasst. Dieses ergab, dass der Bussard mit E605 vergiftet wurde – einem hochgiftigen Insektizid, dessen Verkauf in Europa seit 2002 verboten ist.

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Die Polizei Haßfurt prüft nun, wo der Bussard mit dem Gift in Kontakt gekommen sein könnte. Dabei wird auch ein möglicher Zusammenhang mit einem Fall aus dem Jahr 2023 untersucht. Damals war ein Hund gestorben, nachdem ein mit E605 präparierter Köder über ein Hoftor geworfen wurde. Der Vorfall wurde der Polizei erst nachträglich bekannt.

Die Ermittler sind auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben oder Angaben zum möglichen Tatort machen können, werden gebeten, sich unter Tel. 09521/927-0 bei der Polizei Haßfurt zu melden.

Die Polizei weist darauf hin, dass beim Auffinden verendeter Tiere besondere Vorsicht geboten ist. Tiere sollten nicht angefasst werden, da eine Infektionsgefahr bestehen kann. Zudem sollten der Fundort dokumentiert und die örtliche Polizei oder der zuständige Jagdpächter informiert werden.

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