Bei einer Kontrolle eines Güterfrachtschiffes auf dem Main haben Beamte der Wasserschutzpolizei Schweinfurt mehrere Verstöße eines Schiffsführers festgestellt. Die Weiterfahrt wurde untersagt, ein Bußgeld einbehalten und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Bereits am Montag gegen 16:00 Uhr kontrollierten die Einsatzkräfte nahe Wipfeld ein unter ungarischer Flagge fahrendes Gütermotorschiff, das in Richtung Würzburg unterwegs war. Im Steuerhaus stellten die Beamten deutlichen Alkoholgeruch fest. Ein freiwilliger Atemalkoholtest bei dem 52-jährigen Schiffsführer mit niederländischer Staatsangehörigkeit ergab einen geringen, in der Binnenschifffahrt jedoch noch zulässigen Wert. Die Kontrolle wurde zunächst beendet.

Im weiteren Verlauf informierte die niederländische Polizei die Wasserschutzpolizei darüber, dass dem Mann bereits vor über einem Jahr der für das Führen von Binnenschiffen erforderliche Führerschein entzogen worden war. Da das Schiff inzwischen wieder talwärts in Richtung Würzburg unterwegs war, wurde es an der Schleuse Erlabrunn erneut von Beamten der Wasserschutzpolizei Schweinfurt und Würzburg aufgesucht.
Die Weiterfahrt wurde dort unterbunden. Nach Rücksprache mit der zuständigen Verfolgungsbehörde in Würzburg musste der Schiffsführer zur Sicherung des Verfahrens eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1.500 Euro hinterlegen.
Da der Mann erneut unter Alkoholeinfluss stand, durfte er das Schiff nicht weiter führen und trat die Heimreise mit dem Zug an. Das Güterschiff setzte seine Fahrt nach Abschluss aller Maßnahmen mit einem vom ungarischen Eigentümer gestellten, geeigneten Schiffsführer in Richtung Belgien fort.
Gegen den 52-Jährigen wurde ein entsprechendes Verfahren eingeleitet.