Dachdecker übergeben Dachziegel auf einer Baustelle – Handwerkskammer Unterfranken formuliert Kernthemen zur Kommunalwahl 2026
Zwei Dachdecker reichen sich auf einem Hausdach Dachziegel zu. Das Bild steht symbolisch für das unterfränkische Handwerk, das zur Kommunalwahl 2026 stärkere Rahmenbedingungen und eine enge Zusammenarbeit mit den Kommunen fordert. Foto: Falk Heller

Kommunalwahl 2026: Handwerkskammer fordert starke Kommunen für starkes Handwerk

Würzburg -

Mit klaren Forderungen meldet sich das unterfränkische Handwerk zur Kommunalwahl in Bayern am 8. März 2026 zu Wort. Die Handwerkskammer für Unterfranken hat fünf zentrale Kernthemen formuliert und an Kandidatinnen und Kandidaten in der Region adressiert. Ziel ist es, das Handwerk mit seinen rund 20.000 Betrieben und etwa 93.000 Beschäftigten dauerhaft als tragende Säule der lokalen Wirtschaft zu stärken.

„Handwerk ist Heimat. Unsere Betriebe schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze, sichern Wertschöpfung vor Ort und stehen für gesellschaftlichen Zusammenhalt“, betont Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken. Damit das Handwerk auch künftig kraftvoll bleibe, brauche es starke Partner in den Kommunen und verlässliche, wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen.

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Dialog, Genehmigungen und Gewerbeflächen im Fokus

Ein zentrales Anliegen der Kammer ist ein regelmäßiger und frühzeitiger Dialog zwischen Kommunalpolitik und Handwerk. „Wir brauchen offene Gespräche auf Augenhöhe, um Herausforderungen wie Bürokratie oder Fachkräftemangel gemeinsam zu lösen“, so Paul.

Große Bedeutung misst die Handwerkskammer zudem einer modernen und lösungsorientierten Genehmigungspraxis bei. Schnelle und pragmatische Entscheidungen bei Bauanträgen und Investitionen seien ein wichtiger Standortfaktor für Betriebe. Auch die Bereitstellung geeigneter Gewerbeflächen spielt eine zentrale Rolle. Mit dem Positionspapier „Zukunftsraum Handwerk“ will die Kammer den Kommunen praxisnahe Impulse für eine vorausschauende Planung an die Hand geben.

Verkehrsinfrastruktur als Schlüsselthema

Ein weiteres Kernthema ist die Verkehrsinfrastruktur. Leistungsfähige Verkehrswege seien unverzichtbar für Lieferketten, Kundenkontakte und die Mobilität der Beschäftigten. „Bei kommunalen Baumaßnahmen muss die Erreichbarkeit der lokalen Betriebe immer mitgedacht werden“, mahnt Paul. Als Beispiel nennt er die Sanierung der Schweinfurter Maxbrücke, durch die Handwerksbetriebe in der Innenstadt zeitweise nahezu abgeschnitten seien.

Mehr Zusammenarbeit zwischen den Kommunen

Nicht zuletzt setzt die Handwerkskammer auf eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit. Diese schaffe Synergien und stärke die regionale Wirtschaftskraft. „Ein kraftvolles Handwerk macht Kommunen stark – und umgekehrt“, fasst Paul zusammen.

Die fünf Kernthemen des Handwerks zur Kommunalwahl 2026 sind online abrufbar unter www.hwk-ufr.de/Kommunalwahl2026.

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