Vertreter aus Politik und Hochschule bei der feierlichen Eröffnung des Wasserstoff-Technikums der THWS in Schweinfurt.
Feierliche Eröffnung am Campus Ledward (v. li.): Prof. Martin Naumann (Vizepräsident Nachhaltigkeit und Infrastruktur), die Schweinfurter Landtagsabgeordnete Martina Gießübel, Stephanie Jacobs (Amtschefin des Bayerischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst), THWS-Präsident Prof. Dr. Jean Meyer, die Schweinfurter Bundestagsabgeordnete Dr. Anja Weisgerber und der Schweinfurter Landrat Florian Töpper. (Foto: THWS/Eva Kaupp)

THWS eröffnet neues Wasserstoff-Technikum in Schweinfurt

Schweinfurt -

Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) hat am Campus Ledward ihr neues Wasserstoff-Technikum offiziell eröffnet. Das speziell für Forschung und Lehre im Bereich Wasserstoff errichtete Gebäude soll künftig eine zentrale Rolle für Innovationen, Ausbildung und den Strukturwandel in der Region spielen.

Zur feierlichen Einweihung begrüßte Hochschulpräsident Prof. Dr. Jean Meyer unter anderem Stephanie Jacobs, Amtschefin des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, sowie zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Das neue Gebäude wurde innerhalb kurzer Zeit realisiert: Nach rund einem Jahr Planungszeit und einem weiteren Jahr Bauzeit entstand ein moderner Holz-Beton-Hybridbau mit drei großen Laboren, zwei Seminarräumen und mehreren Büros. Auch das von der THWS entwickelte Wasserstoff-Flugzeug „Taifun 17 H₂“ findet dort künftig dauerhaft Platz.

THWS-Präsident Prof. Dr. Meyer betonte die Bedeutung von Wasserstoff als Zukunftstechnologie. Angesichts stark schwankender Energiepreise sei Wasserstoff zwar kein Allheilmittel, jedoch ein wichtiger Bestandteil zukünftiger Energielösungen. „Eigentlich haben wir kein Energieproblem, sondern ein Speicherproblem“, erklärte Meyer.

Vertreter der THWS und des Wissenschaftsministeriums betrachten das wasserstoffbetriebene Leichtflugzeug der Fakultät Maschinenbau.
(V. re.): THWS-Präsident Prof. Dr. Jean Meyer, Amtschefin Stephanie Jacobs und Dekan Prof. Dr. Johannes Paulus schauen sich das mit Wasserstoff betriebene Leichtflugzeug der Fakultät Maschinenbau an. (Foto: THWS/Eva Kaupp)

Stephanie Jacobs hob die Bedeutung von Forschung und Know-how hervor. Das neue Wasserstoff-Technikum werde wichtige Impulse für Innovationen liefern und zugleich optimale Bedingungen für die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte schaffen – unter anderem im Bachelorstudiengang Wasserstoff- und Verfahrenstechnik.

Auch die Schweinfurter Bundestagsabgeordnete Dr. Anja Weisgerber sprach von einem wichtigen Signal für die Region. Schweinfurt gestalte den Strukturwandel aktiv mit und nehme beim Thema Wasserstoff seit vielen Jahren eine Vorreiterrolle ein.

Besondere Aufmerksamkeit galt auch den umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen im Gebäude. Da Wasserstoff hochentzündlich ist, verfügt das Technikum unter anderem über spezielle Absauganlagen sowie eine permanente Überwachung der Wasserstoff-Konzentration. In den Decken verbaute Sensoren lösen bei erhöhten Werten Warnsignale aus und öffnen automatisch Oberlichter zur Belüftung. Im Ernstfall schaltet sich die Anlage selbstständig ab.

Prof. Martin Naumann, Vizepräsident für Nachhaltigkeit und Infrastruktur, bezeichnete das neue Gebäude als „schwarzen Monolithen“ – ein Symbol für einen bedeutenden technologischen Fortschritt. Die schwarze Fassade besteht aus vorgefertigten Holzelementen, während aus Sicherheitsgründen Stahlbeton eingesetzt wurde.

Für die Fakultät Maschinenbau schafft das neue Technikum wichtige Voraussetzungen für den

Vertreter der THWS und des Wissenschaftsministeriums betrachten das wasserstoffbetriebene Leichtflugzeug der Fakultät Maschinenbau.
(V. re.): THWS-Präsident Prof. Dr. Jean Meyer, Amtschefin Stephanie Jacobs und Dekan Prof. Dr. Johannes Paulus schauen sich das mit Wasserstoff betriebene Leichtflugzeug der Fakultät Maschinenbau an. (Foto: THWS/Eva Kaupp)

Ausbau von Forschung und Lehre. Dekan Prof. Dr. Johannes Paulus sieht darin auch Chancen für studentische Start-ups und neue Kooperationen mit Unternehmen aus Industrie und Gewerbe. Ziel sei es, das technische und wirtschaftliche Potenzial der Wasserstoff-Technologie für die Region weiter zu erschließen und den Wandel hin zu nachhaltigen Strukturen zu unterstützen.

Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt zählt mit rund 9.200 Studierenden und mehr als 60 Studiengängen zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern. Seit ihrer Gründung im Jahr 1971 steht die THWS für praxisnahe Lehre, angewandte Forschung und internationale Ausrichtung.

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