Hand mit Shampoo-Schaum – ÖKO-TEST warnt vor umstrittenem Talkum in mehreren Trockenshampoos
Shampoo-Schaum auf einer Hand – ÖKO-TEST kritisiert in mehreren Trockenshampoos das umstrittene Mineral Talkum. Symbolfoto

ÖKO-TEST warnt vor Talkum in Trockenshampoos – drei Produkte fallen im Test durch

Frankfurt -

Wenn es morgens schnell gehen muss, greifen viele Verbraucherinnen und Verbraucher zu Trockenshampoo. Ein aktueller Test von ÖKO-TEST zeigt nun: Die meisten Produkte sind unbedenklich – doch bei vier Trockenshampoos gibt es deutliche Kritik. Drei davon enthalten das umstrittene Mineral Talkum.

Insgesamt hat ÖKO-TEST 26 Trockenshampoos auf ihre Inhaltsstoffe untersucht. Die Mehrzahl der Produkte schnitt mit der Bestnote „sehr gut“ ab. Dennoch fanden die Tester in einzelnen Produkten problematische Stoffe wie Schwermetalle, einen allergenen Duftstoff sowie Talkum, das möglicherweise künftig in Kosmetik verboten werden könnte.

Anzeige
werbung-baerchentreff

Talkum steht im Verdacht, krebserregend zu sein

In zwei Naturkosmetikprodukten sowie in einem konventionellen Trockenshampoo wurde Talkum nachgewiesen. Das Mineral geriet bereits vor einigen Jahren in die Kritik, da es mit Asbest verunreinigt sein kann. 2024 stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung auch asbestfreies Talkum als „wahrscheinlich krebserregend für Menschen“ ein. Eine ähnliche Einstufung schlug die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) vor.

Ein mögliches Verbot des Stoffs in Kosmetik steht damit im Raum. Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes wertete ÖKO-TEST die betroffenen Produkte im aktuellen Test deutlich ab.

Schwermetalle und allergene Stoffe entdeckt

Auch in einem weiteren Trockenshampoo mit Naturkosmetiksiegel gab es Beanstandungen. Dort wurden erhöhte Werte von Arsen und Nickel gefunden. Zwar ist bei den gemessenen Arsenmengen nicht automatisch von einem akuten Gesundheitsrisiko auszugehen, sie überschreiten jedoch den Orientierungswert des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Nickel gilt laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund als häufigster Auslöser für Kontaktallergien. ÖKO-TEST fordert daher, dass Kosmetikprodukte so wenig Nickel wie möglich enthalten.

Viele „sehr gute“ Produkte – schon ab 1,95 Euro

Trotz der Kritikpunkte fällt das Gesamtfazit positiv aus: Verbraucherinnen und Verbraucher finden im Test eine große Auswahl an „sehr gut“ bewerteten Trockenshampoos – bereits ab einem Preis von 1,95 Euro für 200 Milliliter.

Grundsätzlich rät ÖKO-TEST jedoch zu einem maßvollen Umgang mit den Produkten. Trockenshampoos sollten nicht zu häufig hintereinander verwendet werden, da sie die Poren der Kopfhaut verstopfen können und eine gründliche Haarwäsche nicht ersetzen.

Weitere Details veröffentlicht ÖKO-TEST in der Februarausgabe des Magazins, die am 29. Januar erscheint, sowie online unter oekotest.de/16045.

Diesen Beitrag teilen

Facebook
WhatsApp
Email

Weitere Nachrichten

4. März 2026
Polizeibericht aus Bad Neustadt: 17-Jähriger flüchtet mit Kleinkraftrad vor Kontrolle, fährt riskant und muss sich nun wegen mehrerer Delikte verantworten. … mehr
4. März 2026
Bad Kissingen: Polizei stoppt Radfahrer mit rund zwei Promille. Kontrolle deckt offenen Haftbefehl und Amphetamin auf – Mann wird in … mehr
4. März 2026
Zum Welt-HPV-Tag am 4. März wirbt die AOK Bayern für höhere Impfquoten. Nur 50 Prozent der 15-jährigen Mädchen sind geimpft. … mehr
4. März 2026
Nachrichten Schweinfurt: Die 34. Frauenwochen starten am 6. März. Veranstaltungen rund um Gleichstellung, Bildung und Vernetzung. … mehr
4. März 2026
Die Junge Union Schweinfurt-Stadt stellt ihr Programm zur Kommunalwahl 2026 vor. Zwölf Ideen betreffen Verkehr, Digitalisierung, Wirtschaft und Innenstadt. … mehr
4. März 2026
Debatte um Videoüberwachung in der Schweinfurter Hadergasse: SPD fordert Aufklärung zu rechtlichen Voraussetzungen und politischer Bewertung. … mehr