Der angekündigte Schneefall in der Nacht von Sonntag auf Montag hat in weiten Teilen Unterfrankens für zahlreiche Einsätze von Polizei, Rettungsdiensten und Straßenmeistereien gesorgt. Auf verschneiten und teilweise spiegelglatten Straßen kam es in den Nacht- und Morgenstunden zu erheblichen Verkehrsbehinderungen sowie zu zahlreichen Unfällen.
Rund 200 Einsätze – Schwerpunkt im Raum Würzburg
Zwischen etwa 19:00 Uhr am Sonntagabend und den Morgenstunden am Montag rückte die Polizei in Unterfranken zu rund 200 Einsätzen aus, darunter etwa 90 Verkehrsunfälle. In den meisten Fällen handelte es sich um liegengebliebene Fahrzeuge auf Autobahnen oder um Pkw, die von der Fahrbahn abgekommen waren. Bei einigen wenigen Unfällen wurden Menschen leicht verletzt, der Großteil endete glücklicherweise mit Sachschäden.
Ein besonderer Einsatzschwerpunkt lag im Raum Würzburg, insbesondere auf den Autobahnen. Auf der A3 zwischen Wertheim und Randersacker kam es zeitweise zu massiven Verkehrsbehinderungen.
Peugeot gerät auf der B8 ins Schleudern
Bereits am Sonntag gegen 17:00 Uhr befuhr ein 23-jähriger Kosovare mit seinem Peugeot die B8 von Kitzingen in Richtung Würzburg. Beim Überholen eines Skoda geriet das Fahrzeug ins Schleudern und touchierte den Wagen. Ein dahinter fahrender VW wurde durch Trümmerteile ebenfalls beschädigt.
Die 69-jährige Fahrerin des Skoda erlitt einen Schock und musste medizinisch versorgt werden. Weitere Verletzte gab es nicht. Der Gesamtschaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt. Die B8 musste für etwa eine halbe Stunde voll gesperrt werden.
Pkw überschlägt sich bei Arnstein
Gegen 19:30 Uhr kam es auf der B26 zwischen Arnstein und Werneck zu einem weiteren Unfall. Eine 36-jährige Toyota-Fahrerin geriet ins Schleudern, kam nach links von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Der Wagen blieb im Straßengraben liegen. Die Fahrerin blieb nach eigenen Angaben unverletzt. Am Fahrzeug entstand ein Schaden von etwa 5.000 Euro.
Lkw-Unfälle und Sperrungen auf der A3
In der Nacht gegen 02:15 Uhr kam auf der A3 bei Randersacker ein Sattelzug ins Schlingern, touchierte beide Leitplanken und blieb auf dem linken Fahrstreifen stehen. Ein nachfolgender Lkw konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und war anschließend nicht mehr fahrbereit.
Auch in Fahrtrichtung Frankfurt kam es bei Werneck zu mehreren Folgeunfällen, nachdem ein Mercedes mit der Mittelleitplanke kollidiert war. Zwei weitere Fahrzeuge stießen beim Ausweichen seitlich zusammen. Verletzt wurde niemand, die Fahrtrichtung Frankfurt musste jedoch vorübergehend voll gesperrt werden.
Im Bereich Waldaschaff waren Feuerwehr, THW und Straßenmeisterei im Einsatz, um mehrere festgefahrene Lkw zu befreien.
A45 bei Alzenau stundenlang voll gesperrt
Besonders schwer traf es die A45 bei Alzenau. Gegen 23:30 Uhr verunfallten dort zwei Sattelzüge. Ein Lkw stellte sich quer über die Fahrbahn, ein weiterer rutschte in das bereits verunglückte Fahrzeug. Die Autobahn musste für rund vier Stunden vollständig gesperrt werden. Der entstandene Sachschaden liegt bei über 100.000 Euro.
Polizei gibt wichtige Verhaltenstipps
Angesichts der winterlichen Straßenverhältnisse mahnt die unterfränkische Polizei zu besonderer Vorsicht:
-
Geschwindigkeit anpassen: Immer den Straßenverhältnissen entsprechend fahren.
-
Abstand halten: Längere Bremswege einkalkulieren.
-
Vorsichtig lenken: Abrupte Lenkbewegungen vermeiden.
-
Hauptstraßen nutzen: Nebenstraßen sind oft später geräumt.
-
Frühzeitig bremsen: Besonders auf Brücken, in Kurven und in Waldgebieten besteht erhöhte Glättegefahr.
