Die Junge Union Schweinfurt-Stadt hat gemeinsam mit der JU Schweinfurt-Land am Samstag, 31. Januar 2026, eine Erstwählerparty im „9pointer“ in Schweinfurt veranstaltet. Zahlreiche interessierte junge Mitbürgerinnen und Mitbürger nutzten die Gelegenheit, sich über die Arbeit der Jungen Union sowie über die Stadtrats- und Kreistagskandidaten für die Kommunalwahl am 8. März 2026 zu informieren.
Gleichzeitig blickte die JU Schweinfurt-Stadt zum Jahreswechsel auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Kreisvorsitzender Niklas Uehlein bezeichnete 2025 als „das erfolgreichste Jahr seit langem“. Man habe nicht nur lokal, sondern auch landesweit große inhaltliche und personelle Erfolge erzielt. Er bedankte sich bei den engagierten Mitgliedern für ihren Einsatz.
Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere zwei Anträge des Kreisverbandes, die an die Landesversammlung der Jungen Union Bayern eingebracht wurden. Beide Anträge wurden vom stellvertretenden Kreisvorsitzenden Maik Mann erarbeitet, vom Bezirksverband der JU Unterfranken unterstützt und schließlich im Oktober 2025 bei der Landesversammlung der JU Bayern in Aschaffenburg einstimmig beschlossen. Der Kreisverband war dort durch Annika Gareiß und Maik Mann vertreten.
Der erste Antrag befasste sich mit dem Solidaritätszuschlag. Gefordert wird, dass Kleinanleger den Soli auf Kapitalerträge künftig nicht mehr zahlen müssen – nach dem Vorbild der Teilabschaffung des Soli auf die Einkommensteuer für kleine und mittlere Einkommen. Dies solle Anreize schaffen, mehr zu sparen und Geld gewinnbringend anzulegen. Besonders jungen Menschen würde dadurch der Vermögensaufbau erleichtert.
Der zweite Antrag thematisierte einen umfassenden aktiven Bestandsschutz für Gebäude. Anlass war nach Angaben der JU die Diskussion um die Neuerrichtung des Leopoldina-Parkhauses in Schweinfurt. Gemeint ist die Situation, dass ein Bestandsgebäude durch einen Neubau mit im Wesentlichen gleicher Größe und gleicher Nutzung an gleicher Stelle ersetzt werden soll. Nach aktuellem Stand müsse dafür eine neue Baugenehmigung beantragt werden – inklusive der Einhaltung sämtlicher heutiger Bauvorschriften, auch wenn diese beim Bau des ursprünglichen Gebäudes noch nicht existierten. Dies führe zu Verzögerungen und könne Investitionen in moderne, nachhaltige Neubauten verhindern. Die JU setzt sich daher dafür ein, dass alte Gebäudesubstanz unbürokratisch durch neue Gebäude mit gleicher Nutzung ersetzt werden darf.
Der Antrag zum aktiven Bestandsschutz wurde in der Folge auch beim CSU-Landesparteitag im Dezember 2025 eingebracht. Mit den zwei stimmberechtigten Delegierten Niklas Uehlein und Philipp Hüllmantel war die JU Schweinfurt-Stadt nach eigenen Angaben erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt wieder direkt auf dem Parteitag präsent. Der Parteitag beschloss, den Antrag in die CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu überweisen. Dort soll eine Umsetzung im Rahmen der anstehenden Novelle des Baugesetzbuchs geprüft werden.
Maik Mann zeigte sich zufrieden: „Wir konnten damit zeigen, dass die sogenannte große Politik eigentlich gar nicht so weit weg von den Menschen ist. Es ist viel leichter, als man denkt, Themen und Ideen einzubringen.“ Aus Sicht der JU Schweinfurt-Stadt könne dies alle politisch Interessierten motivieren, sich stärker zu engagieren.
Auch personell vermeldet der Kreisverband Entwicklungen: Maik Mann wurde im August 2025 zum Bezirksgeschäftsführer der Jungen Union Unterfranken gewählt. Niklas Uehlein leitet seit Herbst den Arbeitskreis Landwirtschaft & Handwerk der JU Bayern.
Uehlein kündigte an, man wolle auf den Erfolgen aufbauen: „Auf diese Erfolge wollen wir 2026 aufbauen und uns weiter für die Anliegen der jungen Generation und die Interessen der Schweinfurter einsetzen.“
