Jugendliche informieren sich zur HPV-Impfung zum Welt-HPV-Tag – Präventionskampagne der AOK Bayern.
Zum Welt-HPV-Tag wirbt die AOK Bayern für eine höhere Impfquote bei Jugendlichen. Die HPV-Impfung schützt frühzeitig vor Krebs. Symbolfoto: KI-generiert

Welt-HPV-Tag am 4. März – Impfquote in Bayern bei nur 50 Prozent

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Zum Welt-HPV-Tag am 4. März wirbt die AOK Bayern für eine stärkere Nutzung der Impfung gegen Humane Papillom-Viren (HPV). Nach aktuellen Zahlen des Robert Koch-Institut (RKI) lag die Impfquote der 15-jährigen Mädchen in Bayern im Jahr 2024 bei 50 Prozent. Bei gleichaltrigen Jungen beträgt sie lediglich 30 Prozent.

„Damit ist Bayern noch weit entfernt vom Ziel der Weltgesundheitsorganisation, wonach bis 2030 mindestens 90 Prozent der 15-jährigen Mädchen gegen HPV geimpft sein sollen“, erklärt Dr. Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern.

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Da die Impfung besonders wirksam ist, wenn sie vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgt, sind die Impfquoten im Jugendalter entscheidend.

Informationskampagne zeigt erste Wirkung

Um das Bewusstsein für die Bedeutung der HPV-Impfung zu stärken, startete die AOK Bayern 2025 eine umfangreiche Informationskampagne. Zusätzlich wird in Mailings zu den Vorsorgeuntersuchungen U11 und J1 gezielt auf die Impfung hingewiesen.

Für Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 14 Jahren sind zwei Impfungen ausreichend, um einen vollständigen Schutz aufzubauen. Eine Nachholimpfung ist bis zum 18. Geburtstag kostenfrei möglich.

Erste Auswertungen zeigen positive Effekte: Im zweiten Quartal 2025 stieg die Zahl der HPV-Impfungen bei den 9- bis 14-Jährigen im Vergleich zum Vorjahr um rund neun Prozent.

„Die Zahlen machen deutlich, wie wichtig gezielte Information und Aufklärung sind. Je früher Kinder und Jugendliche geimpft sind, desto wirksamer können HPV-bedingte Krebserkrankungen verhindert werden“, so Stippler.

Impfung seit 2018 auch für Jungen empfohlen

Seit 2018 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die HPV-Impfung auch für Jungen. Ziel ist es, eine sogenannte Herdenimmunität zu erreichen.

Neben dem Schutz von Mädchen und Frauen vor Hochrisiko-Viren trägt die Impfung auch dazu bei, Jungen selbst vor bestimmten Krebsarten zu schützen – darunter Anal-, Penis- sowie bösartige Tumoren im Mund- und Rachenraum.

Mit der HPV-Impfung setzt die AOK Bayern nach eigenen Angaben ein klares Zeichen für wirksame Krebsprävention – und appelliert an Eltern sowie Jugendliche, das Angebot konsequent zu nutzen.

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