Mit dem „Bündnis für Biodiversität Mainfranken“ hat die IHK Würzburg-Schweinfurt ein neues Netzwerk ins Leben gerufen, das Unternehmen und Organisationen aus der Region für mehr Engagement im Naturschutz gewinnen soll. Es handelt sich dabei um das erste Bündnis dieser Art in Bayern und zugleich um das elfte im bundesweiten Projekt „Unternehmen Biologische Vielfalt“.
Zum Auftakt erhielten 13 Unternehmen und Organisationen aus Mainfranken ihre Urkunden. Überreicht wurden diese von Dr. Christian Seynstahl, Leiter des IHK-Bereichs Standortpolitik und Unternehmensförderung. Die Gründungsmitglieder repräsentieren unterschiedliche Branchen und Unternehmensgrößen und zeigen damit die Bandbreite der regionalen Wirtschaft.
Ziel des Bündnisses ist es, Biodiversität stärker in betriebliche Abläufe und Strategien zu integrieren. „Wir wollen dazu beitragen, Biodiversität stärker in unternehmerisches Handeln einzubinden. Die Mitglieder profitieren vom Austausch untereinander sowie von externem Fachwissen und können gemeinsam konkrete Maßnahmen vor Ort umsetzen“, erklärte Seynstahl. Gleichzeitig wachse die Bedeutung des Themas für Unternehmen, da wirtschaftlicher Erfolg eng mit funktionierenden Ökosystemen verknüpft sei.
Zum Start erhielten die beteiligten Unternehmen ein praxisorientiertes Coaching. Marius Hasenheit von der Sustentio GmbH zeigte auf, welche Maßnahmen im Bereich Biodiversität sinnvoll und umsetzbar sind und wie sich daraus ganzheitliche Konzepte entwickeln lassen. Weitere Impulse lieferten Dr. Hermann Kolesch, ehemaliger Präsident der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim, sowie Pascal Bunk, Biodiversitätsmanager bei der Knauf Gips KG in Iphofen.
Das Bündnis ist Teil des bundesweiten Projekts „UBi – Unternehmen Biologische Vielfalt“, das vom Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz gefördert wird. Ziel ist es, Unternehmen zu sensibilisieren, zu vernetzen und mit praxisnahen Angeboten wie Workshops, Webinaren und Austauschformaten zu unterstützen.
Das „Bündnis für Biodiversität Mainfranken“ steht auch weiteren interessierten Unternehmen und Organisationen offen. Damit soll langfristig ein starkes regionales Netzwerk entstehen, das wirtschaftliches Handeln und Naturschutz miteinander verbindet.