Nach 27 Jahren an der Spitze der Offenen Hilfen der Lebenshilfe Schweinfurt ist Rita Weber im Rahmen eines Begegnungsfestes im Jugendhaus „FränZ“ offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden. Gleichzeitig übergab sie die Leitung der Einrichtung an ihren Nachfolger Stefan Heidempergher.
Geschäftsführer Martin Groove würdigte in seiner Laudatio das langjährige Engagement der scheidenden Einrichtungsleiterin. Mit Ideenreichtum, fachlicher Kompetenz, großem persönlichen Einsatz und Beharrlichkeit habe Rita Weber die Offenen Hilfen seit 1999 aufgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt. Heute seien sie eine unverzichtbare Anlaufstelle für Menschen mit Behinderung sowie deren Familien in Stadt und Landkreis Schweinfurt.
Besonders hob Groove die Gründung der Geschwisteranlaufstelle, des Freizeitnetzwerks und der Peer-Beratung hervor. Unter Webers Leitung seien die Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen stetig ausgebaut worden.
Ein zentrales Angebot der Offenen Hilfen ist der Familienentlastende Dienst. Menschen mit Behinderung aller Altersgruppen erhalten dort individuelle Unterstützung – von Freizeitbegleitungen bis hin zu Pflege- und Betreuungsangeboten, die Familien im Alltag entlasten.
Getragen wird die Arbeit von einem starken Netzwerk aus rund 200 freiwilligen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich derzeit für etwa 250 Nutzerinnen und Nutzer engagieren. Dieses Netzwerk sei über viele Jahre gewachsen und trage maßgeblich zum Erfolg der Einrichtung bei.
Zum Abschied dankte Rita Weber insbesondere den zahlreichen Ehrenamtlichen für ihre Unterstützung und ihren unermüdlichen Einsatz. Ohne dieses Engagement wäre die Arbeit der Offenen Hilfen in ihrer heutigen Form nicht möglich.
Mit Stefan Heidempergher übernimmt nun ein erfahrener Diplom-Sozialpädagoge die Leitung der Einrichtung. Zuletzt war er als stellvertretender Leiter eines inklusiven Kindergartens in Würzburg tätig.
Für die Zukunft sieht Heidempergher die Offenen Hilfen gut aufgestellt. Gleichzeitig nennt er die Gewinnung neuer freiwilliger und ehrenamtlicher Mitarbeiter sowie die Entwicklung der Finanzierung sozialer Leistungen als wichtige Aufgaben der kommenden Jahre. Besonders optimistisch stimmt ihn dabei das hauptamtliche Team der Offenen Hilfen. „Diesem Team ist nichts zu viel“, betonte der neue Einrichtungsleiter.
