Fahrgäste im Verkehrsverbund Nahverkehr Mainfranken (NVM) müssen sich ab 1. August 2026 auf höhere Ticketpreise einstellen. Die Fahrpreise werden um 4,8 Prozent angehoben. Darauf haben sich die Landkreise und kreisfreien Städte der Region gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen und der Verbundgesellschaft verständigt.
Nach Angaben des NVM ist die Tarifanpassung notwendig, um das Mobilitätsangebot für rund eine Million Menschen in Mainfranken langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln. Die zusätzlichen Einnahmen sollen unter anderem dazu beitragen, die Qualität des öffentlichen Nahverkehrs aufrechtzuerhalten und das Angebot für Berufspendler, Schüler, Gelegenheitsfahrer sowie Touristen attraktiv zu gestalten.
Deutschlandticket und 365-Euro-Ticket bleiben stabil
Von der Preisanpassung ausgenommen sind wichtige Abo-Angebote. Das 365-Euro-Ticket bleibt bis 31. Juli 2027unverändert. Auch der Preis des Deutschlandtickets soll nach aktuellem Stand bis Ende 2026 stabil bleiben. Der NVM sieht darin weiterhin eine besonders attraktive und planbare Möglichkeit, den öffentlichen Nahverkehr kostengünstig zu nutzen.
Kostensteigerungen als Grund
Mit der Erhöhung um 4,8 Prozent liegt der Nahverkehr Mainfranken nach eigenen Angaben im Mittelfeld der bayerischen Verkehrsverbünde. Grundlage der Berechnung sind die bundesweiten Kostenentwicklungen im öffentlichen Nahverkehr. Berücksichtigt werden dabei unter anderem steigende Ausgaben für Personal, Energie sowie den Unterhalt von Fahrzeugen.
Hinweis zu älteren Fahrscheinen
Der NVM weist außerdem darauf hin, dass Fahrscheine, die vor dem 1. Januar 2025 – beispielsweise noch im früheren VVM – erworben wurden, nicht mehr gültig sind. Fahrgäste sollten daher vor Fahrtantritt prüfen, ob sie ein aktuelles Ticket besitzen.