Die Entscheidung des Unternehmens ZF Friedrichshafen AG, Schlüsselkomponenten für die E-Mobilität auch künftig selbst zu fertigen und nicht extern zuzukaufen, sorgt in der Region Schweinfurt für Erleichterung. Konkret geht es um die Produktion von E-Motoren und Wechselrichtern, die weiterhin Teil der eigenen Fertigung bleiben sollen.
Die Schweinfurter Bundestagsabgeordnete Anja Weisgerber bezeichnete die Entscheidung als „wichtiges Signal für den Standort Schweinfurt“. Gemeinsam mit Gewerkschaften, politischen Vertretern und der Bevölkerung habe man sich in den vergangenen Monaten intensiv für den Erhalt der Industriearbeitsplätze eingesetzt.
„Wir wissen um die Bedeutung der Arbeitsplätze in der Großindustrie für die vielen Familien sowie die gesamte Region um Schweinfurt“, erklärte Weisgerber. Zwar werde es Personalanpassungen geben, diese sollen laut Unternehmen jedoch möglichst sozialverträglich umgesetzt werden.
Besonders positiv bewertet die Bundestagsabgeordnete das klare Bekenntnis von ZF zur elektrischen Zukunft des Standorts Schweinfurt. Die Entscheidung sei in enger Abstimmung mit der Arbeitnehmervertretung getroffen worden und sorge nun für ein „spürbares Aufatmen“ in der Region.
Weisgerber verwies zudem auf politische Entscheidungen auf Bundesebene, die die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen verbessert hätten. Dazu zählen unter anderem der Industriestrompreis sowie ein Maßnahmenpaket zur Förderung der Elektromobilität. Dieses umfasst unter anderem neue Kaufprämien, steuerliche Vorteile für Dienstwagen, den Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie Möglichkeiten zum Laden am Arbeitsplatz und bi-direktionalem Laden.
Für die Region Schweinfurt sei die Zukunft der Industrie von zentraler Bedeutung. „Der Wohlstand der Region hängt auch von den Industriearbeitsplätzen in Schweinfurt ab“, betonte Weisgerber abschließend.
