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© Marc Hanson

Bauverein Schweinfurt: In herausfordernden Zeiten stabil und zukunftsorientiert

Auf der diesjährigen Vertreterversammlung des Bauverein Schweinfurt eG berichteten Vorstand und Aufsichtsrat über das Geschäftsjahr 2024. Trotz weiterhin schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen bleibt die Genossenschaft ihrer Linie treu: solider Kurs, verantwortungsbewusste Investitionen und klare strategische Ausrichtung, insbesondere in den Bereichen Klimaschutz und Bestandspflege.

Wie bereits im Vorfeld über den Jahresbericht kommuniziert, musste das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von rund 285.000 Euro abgeschlossen werden. Dieses Defizit wurde durch eine Entnahme aus den freien Rücklagen ausgeglichen. Eine Dividendenausschüttung war somit in diesem Jahr nicht möglich. Die Vertreterversammlung genehmigte den Jahresabschluss einstimmig.

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Vorstände Birgit Umhöfer und Dominik Ebert erläuterten die Ursachen für das negative Ergebnis: Steigende Baukosten, hohe Zinsen und fehlende Förderkulissen treffen die gesamte Wohnungswirtschaft – auch den Bauverein. Hinzu kamen einige Sondereffekte wie unvorhergesehene Abschreibungen. Gleichzeitig wurde das Investitionsvolumen in Sanierung und Neubau weiter hochgehalten: So wurden unter anderem die Generalsanierungen am Alten Wartweg 31 sowie der Franz-Schubert-Straße 34 intensiv vorangetrieben.

In seinem Bericht ging Vorstand Ebert kurz auch auf den aktuellen Stand der Dekarbonisierung des Gebäudebestandes ein. Weiterhin offen ist derzeit der Ausbau der Fernwärmeversorgung in der näheren Zukunft. Die hohen Anschlusskosten erschweren die Anbindung ans Fernwärmenetz. Für den Klimapfad sei Fernwärme zwar ein wesentlicher, wenn nicht sogar der entscheidende Faktor, aber die Rahmenbedingungen müssten sich noch verbessern.

Trotz angespannter Lage am Bau bleibt der Bauverein bei der Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum ein verlässlicher Akteur: Die durchschnittliche Kaltmiete lag 2024 mit 6,08 Euro/m2 deutlich unter dem regionalen Durchschnitt. Bei der Nachfrage nach Wohnraum gab es keine Trendänderung. Die Zahl der Wohnungsinteressenten übersteigt das Angebot an freien Wohnungen weiterhin um ein Vielfaches. Dieser Effekt wird dadurch verstärkt, dass unmittelbar nach der Fertigstellung des Alten Wartwegs das fast baugleiche Haus in der Franz-Schubert-Straße 34 mit ebenfalls 41 Wohnungen für die anstehende Generalsanierung plangemäß leergezogen wurde.

Aufsichtsratsvorsitzender Ralf Hofmann ergänzte, dass für die Wohnungswirtschaft auch die übrigen Rahmenbedingungen weiterhin nicht passen. Genossenschaften seien Teil der Lösung bei der Bewältigung der Herausforderungen beim Bau neuer Wohnungen und bei der energetischen Sanierung des Bestandes, da sei er sich sicher. Aber man müsse auch die Werkzeuge dazu an die Hand bekommen und dazu sei Planungssicherheit bei den Förderkulissen und eine Entschlackung bei den gesetzlichen Vorgaben unablässig. Er bleibe aber grundsätzlich Optimist und hoffe daher, dass im kommenden Jahr bei der Vertreterversammlung schon über bessere Perspektiven gesprochen werden könne.

Die gesetzliche Prüfung des Jahresabschlusses 2024 wurde durch den Verband Bayerischer Wohnungsunternehmen durchgeführt. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsbericht zur Kenntnis genommen und diesen vollumfänglich gebilligt. Beanstandungen wurden nicht festgestellt. Die Vertreterversammlung nahm das Prüfungsergebnis ebenfalls zustimmend zur Kenntnis.

Im Gegensatz zum Vorjahr standen in diesem Jahr turnusgemäß Neuwahlen zum Aufsichtsrat an. Mit großem Dank wurden Irene Finster und Siegfried Pudil aus dem Gremium verabschiedet. Beide haben über viele Jahre hinweg die Arbeit des Bauvereins maßgeblich mitgeprägt. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Thomas Hahn und Stefan Große. Alle weiteren Kandidaten, die zur Wiederwahl standen, wurden mit großer Zustimmung der Vertreterversammlung im Amt bestätigt – alle mit Ergebnissen von über 90 Prozent.

Mit dem Dank an Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bauvereins für die geleistete Arbeit schloss Ralf Hofmann die Versammlung.

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