Mit mehr als 2.400 angemeldeten Veranstaltungen startet am Freitag, 18. September, die siebte Bayerische Demenzwoche. Bis zum 27. September sollen Aktionen, Vorträge und Mitmachangebote in ganz Bayern auf das Thema Demenz aufmerksam machen und über Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene und Angehörige informieren.
Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach erklärte zum Auftakt, Ziel sei es, Menschen mit Demenz stärker am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen und demenzsensible Strukturen im Alltag weiter auszubauen. Die Aktionswoche ist Teil der Bayerischen Demenzstrategie.

Von Informationsangeboten bis zu gemeinsamen Aktivitäten
Das Programm umfasst eine große Bandbreite. Angeboten werden unter anderem Fachvorträge, Informationsveranstaltungen, kulturelle Angebote und gemeinsame Aktivitäten für Menschen mit Demenz und deren Angehörige.
Dazu zählen beispielsweise spezielle Bewegungs- und Wohlfühlangebote, gemeinsame Pilgerveranstaltungen sowie Angebote für Kinder und Familien. Über einen zentralen Online-Veranstaltungskalender können Interessierte nach Themen sowie nach regionalen und digitalen Angeboten suchen.
Die Zahl der Veranstaltungen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Während 2019 rund 600 Aktionen angeboten wurden, waren es 2025 bereits mehr als 1.700. Für 2026 meldet das Gesundheitsministerium nun mehr als 2.400 angemeldete Veranstaltungen.
Zahl der Menschen mit Demenz könnte deutlich steigen
Hintergrund der Aktionswoche ist auch die erwartete demografische Entwicklung. Nach Angaben des Bayerischen Gesundheitsministeriums leben derzeit mehr als 270.000 Menschen mit Demenz in Bayern. Für das Jahr 2030 wird mit rund 300.000 Betroffenen gerechnet, für 2040 mit etwa 380.000. Dabei handelt es sich um Prognosen, deren tatsächliche Entwicklung unter anderem von der Bevölkerungsstruktur und medizinischen Entwicklungen abhängt.
Gerlach sieht deshalb einen wachsenden Bedarf an Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Betroffene und deren Angehörige.
Demenzstrategie besteht seit 2013
Die Bayerische Demenzwoche ist Bestandteil der Bayerischen Demenzstrategie, die der Freistaat 2013 beschlossen hat. Ergänzt wurde sie durch den 2020 geschlossenen Bayerischen Demenzpakt, an dem neben staatlichen Stellen unter anderem Kommunen, Kirchen, Kranken- und Pflegekassen, Verbände und weitere gesellschaftliche Organisationen beteiligt sind.
Zu den bestehenden Angeboten gehören beispielsweise die Fachstellen für Demenz und Pflege sowie der Bayerische Demenzfonds. Nach Darstellung des Gesundheitsministeriums sollen solche Strukturen dazu beitragen, Betroffene und Angehörige im Alltag zu beraten und gesellschaftliche Teilhabe zu erleichtern.
Die siebte Bayerische Demenzwoche läuft vom 18. bis einschließlich 27. September 2026. Veranstaltungen finden sowohl vor Ort als auch online statt.