Die CSU-Kreistagsfraktion Schweinfurt hat sich bei einem Vor-Ort-Termin über den aktuellen Stand der Arbeiten an der SüdLink-Trasse informiert. Nach Angaben der Fraktion erläuterten Projektverantwortliche dabei den Bauablauf, technische Herausforderungen und die weiteren geplanten Schritte.
SüdLink besteht aus zwei Gleichstromverbindungen, die als Erdkabel verlegt werden. Eine der beiden Leitungen führt von Wilster in Schleswig-Holstein bis nach Bergrheinfeld im Landkreis Schweinfurt. Beide Verbindungen verfügen jeweils über eine Übertragungsleistung von zwei Gigawatt. Seit Oktober 2025 ist SüdLink vollständig genehmigt; der Anschluss der Leitungen an das Stromnetz ist nach Angaben der Bundesnetzagentur für 2028 vorgesehen.
Einblick in die Arbeiten an der Trasse
Bei der Baustellenbesichtigung ging es nach Angaben der CSU-Fraktion unter anderem um die Vorbereitung der Baufelder, die spätere Verlegung der Kabel sowie den Umgang mit bestehenden Leitungen und anderen Hindernissen.
Je nach Abschnitt werden die Erdkabel in offenen Kabelgräben verlegt. Straßen, Gewässer oder andere Hindernisse können dagegen mit geschlossenen Bauverfahren, beispielsweise durch Bohrungen, unterquert werden. Dieses Vorgehen hatten die Projektverantwortlichen bereits bei der Vorbereitung der Bauarbeiten in Bayern erläutert.
Nach Darstellung der Kreistagsfraktion erklärten die Verantwortlichen beim Ortstermin, dass sich die dort besprochenen Arbeiten derzeit im vorgesehenen Zeitplan befänden.
Auswirkungen auf landwirtschaftliche Flächen thematisiert
Ein Schwerpunkt des Besuchs waren die Folgen der Bauarbeiten für die Landwirtschaft. Teile der Trasse verlaufen über landwirtschaftlich genutzte Flächen. Während der Bauphase werden dort Flächen für Kabelgräben, Baustraßen, Maschinen und Material benötigt.
Die CSU-Kreistagsfraktion sprach nach eigenen Angaben insbesondere die Wiederherstellung der Flächen nach Abschluss der Arbeiten an. Thomas Siepak, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion, erklärte, entscheidend sei, dass landwirtschaftliche Flächen fachgerecht wiederhergestellt würden und für die Bewirtschafter keine dauerhaften Nachteile entstünden.
Austausch mit Kommunen und Betroffenen gefordert
Fraktionsvorsitzender Lothar Zachmann-Schorr verwies bei dem Termin auf die Bedeutung des Netzausbaus und erklärte zugleich, dass die Belange der betroffenen Gemeinden sowie der Bürger während der Bauarbeiten berücksichtigt werden müssten.
Die Fraktion spricht sich deshalb für einen kontinuierlichen Austausch zwischen Projektverantwortlichen, Kommunen, Grundstückseigentümern und Landwirten aus. Nach Angaben der Übertragungsnetzbetreiber sollen Gemeinden sowie Bürger auch während der Bauphase über Bauabläufe und unter anderem über anstehende Schwertransporte informiert werden.
Für den Landkreis Schweinfurt ist SüdLink besonders relevant: Die Strecke des sogenannten Vorhabens 4 führt aus Richtung Thüringen über den Raum Oerlenbach weiter bis zum Netzverknüpfungspunkt Bergrheinfeld West.
Die CSU-Kreistagsfraktion kündigte an, den weiteren Verlauf der Bauarbeiten im Landkreis weiter zu begleiten.
