Das Leopoldina-Krankenhaus verabschiedet PD Dr. med. Johann Romstöck, langjährigen Chefarzt der Neurochirurgischen Klinik, in den wohlverdienten Ruhestand.
Nach seinem Studium der Humanmedizin an der Universität Erlangen–Nürnberg war PD Dr. Romstöck zunächst an der Uniklinik Erlangen tätig. Im Jahr 2006 übernahm er die Chefarztposition der Neurochirurgischen Klinik am Leopoldina-Krankenhaus und prägte deren Weiterentwicklung in den vergangenen zwei Jahrzehnten maßgeblich.
Kürzlich wurde PD Dr. Romstöck im Rahmen einer Feierstunde, musikalisch umrahmt von der Musikschule Schweinfurt, offiziell verabschiedet. Leopoldina-Geschäftsführer Jürgen Winter begrüßte die Gäste, darunter Oberbürgermeister Sebastian Remelé sowie zahlreiche Kolleginnen und Kollegen.
In seinem Grußwort hob Winter die Bedeutung der Neurochirurgie für das Leopoldina-Krankenhaus hervor: „Sie ist ein wesentliches Merkmal dafür, dass sich unser Haus als DER Schwerpunktversorger der Region bezeichnen kann.“ Jährlich werden in der Neurochirurgie rund 1.300 Patientinnen und Patienten stationär versorgt – häufig nach hochkomplexen Eingriffen.
Winter dankte PD Dr. Romstöck nicht nur für seine medizinische Spitzenleistung, sondern auch für seine menschliche Kompetenz: „Sie waren ein Chefarzt, der Patientinnen und Patienten ebenso wie Kolleginnen und Kollegen stets auf Augenhöhe, mit Empathie und großem Fingerspitzengefühl begegnet ist.“
Dieser Einschätzung schloss sich Oberbürgermeister Sebastian Remelé an. Als Aufsichtsratsvorsitzender betonte er, dass es das Pflegepersonal, die Ärztinnen und Ärzte sowie die Chefärzte seien, die einem Krankenhaus ein Gesicht geben. PD Dr. Romstöck habe das Leopoldina mit seiner geduldigen und empathischen Art geprägt – vor allem aber auch mit seiner besonderen Gabe, zuhören zu können. Remelé dankte dem scheidenden Chefarzt für seine Verdienste und wünschte ihm für die Zukunft Gesundheit, Glück und Gottes Segen.
Die Laudatio hielt der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Karl Mischke. Er würdigte PD Dr. Romstöck als hochgeschätzten Kollegen, der stets begleitet, erklärt und operiert habe. Trotz jahrzehntelanger Erfahrung sei sich der Chefarzt seiner Verantwortung gegenüber den Patientinnen und Patienten jederzeit bewusst gewesen. Mit Konzentration, Ausdauer und großem handwerklichem Geschick habe er gemeinsam mit seinem Team zahlreiche anspruchsvolle – teils bis zu 16 Stunden dauernde – Operationen gemeistert.
Im Namen des gesamten Chefarztkollegiums dankte Mischke für das kollegiale Miteinander, in dessen Mittelpunkt stets der Patient stand. PD Dr. Romstöck habe die interdisziplinäre Zusammenarbeit am Leopoldina-Krankenhaus entscheidend mitgeprägt.
Auch Dr. Jérôme Manville, leitender Oberarzt der Neurochirurgischen Klinik, verabschiedete seinen ehemaligen Vorgesetzten mit großer Dankbarkeit und besten Wünschen im Namen aller Kolleginnen und Kollegen. Die langjährige Zusammenarbeit sei geprägt gewesen von Verantwortung, Klarheit, Vertrauen und Unterstützung. „Gerade in schwierigen Situationen, bei komplexen Entscheidungen und hohem Druck war Dr. Romstöck mit seiner Erfahrung, seinem analytischen Denken und seiner menschlichen Gelassenheit ein Anker, der dem gesamten Team Sicherheit gegeben hat.“
Das Schlusswort sprach PD Dr. Romstöck selbst. Nach über 40 Jahren Berufsleben, einer fünfstelligen Zahl an Operationen und vielen zwischenmenschlichen Begegnungen falle es ihm nicht leicht, die Gedanken zu Beginn dieses neuen Lebensabschnitts zu ordnen. Gleichzeitig verspüre er ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit – gegenüber seinen Patientinnen und Patienten für ihr Vertrauen, gegenüber dem Leopoldina-Krankenhaus, in dem er Medizin so habe ausüben können, wie er es sich vorgestellt habe, sowie gegenüber seinem Team für Unterstützung, fachliche Kompetenz und große Menschlichkeit.
Auch seiner Familie dankte er für ihr Verständnis und ihre Rückendeckung.
Zum Abschluss begrüßte PD Dr. Romstöck seinen Nachfolger PD Dr. Thomas Linsenmann: „Ich freue mich, dass Sie sich für das Leopoldina entschieden haben und wünsche Ihnen, Ihrem Team und dem Haus viel Erfolg und gutes Gelingen.“