Die Kreis-Wasserwacht Schweinfurt warnt eindringlich davor, zugefrorene Seen, Weiher, Flüsse und andere Gewässer zu betreten. Trotz anhaltender Kälte seien Eisflächen derzeit nicht verlässlich tragfähig. Ein Einbruch ins Eis bedeute akute Lebensgefahr.
Vor diesem Hintergrund führten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Schnelleinsatzgruppen (SEG) Sennfeld und Schweinfurt am Sonntag eine Eisrettungsübung durch. Ziel der Übung war es, Rettungstechniken unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren und die Einsatzbereitschaft für den Ernstfall sicherzustellen.

„Eis trägt nie gleichmäßig“, erklärt Frank Warmuth, Technischer Leiter der Kreis-Wasserwacht Schweinfurt. Strömungen, Pflanzenbewuchs, Schneedecken, Sonneneinstrahlung oder Temperaturschwankungen könnten dazu führen, dass scheinbar stabile Eisflächen plötzlich nachgeben. Besonders gefährlich seien Fließgewässer sowie Zu- und Abläufe und Uferbereiche.
Die Wasserwacht appelliert insbesondere an Eltern, ihre Kinder über die Gefahren aufzuklären. Kinder unterschätzten das Risiko häufig. Auch Hundehalterinnen und Hundehalter sollten vorsichtig sein: Tiere können ins Eis einbrechen – und Rettungsversuche durch Menschen enden nicht selten ebenfalls im eiskalten Wasser.
Wichtige Verhaltensregeln der Wasserwacht
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Eisflächen nur betreten, wenn sie ausdrücklich freigegeben sind
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Knackt oder knistert das Eis, die Fläche sofort verlassen
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Bei Eisunfällen nicht selbst aufs Eis gehen, sondern sofort den Notruf 112 wählen
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Eingebrochenen nur vom Ufer aus helfen (z. B. mit Ästen, Stöcken, Schals oder Leinen)
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Bricht das Eis unter den Füßen, flach hinlegen, Gewicht verteilen und in Bauchlage Richtung Ufer bewegen, anschließend den Notruf absetzen
Die Kreis-Wasserwacht Schweinfurt ist auch in den Wintermonaten jederzeit einsatzbereit. Dennoch gilt: Die beste Rettung ist die, die gar nicht erst notwendig wird.
