Bei der AOK Bayern sind im Zuge einer geplanten Systemumstellung innerhalb des Aktensystems der elektronischen Patientenakte (ePA) rund 6.400 elektronische Patientenakten vorübergehend fehlerhaft geschlossen worden. Nach Angaben der Krankenkasse entspricht dies etwa 0,14 Prozent der Versicherten.
Auslöser war ein technischer Fehler im Rahmen der Umstellung, die durch einen IT-Dienstleister durchgeführt wurde. Die AOK Bayern betont, dass es sich dabei nicht um einen Hackerangriff handelt.
Betroffene Akten wurden neu angelegt
Die Krankenkasse informierte die betroffenen Versicherten nach eigenen Angaben umgehend. Die elektronischen Patientenakten seien zeitnah neu angelegt worden und könnten seitdem wieder genutzt werden.
Inzwischen haben der IT-Dienstleister sowie die gematik bestätigt, dass die Daten der Versicherten wieder vollständig in die ePA eingestellt werden können. Auch darüber seien die Betroffenen bereits informiert worden.
Keine Daten gelöscht – Zugriff durch Dritte ausgeschlossen
Die AOK Bayern stellt klar, dass die Daten nicht gelöscht wurden. Stattdessen seien sie in ein Backup-System übertragen worden. Die ePA-Daten seien weiterhin sicher und verschlüsselt gespeichert gewesen.
Unberechtigte Dritte hätten zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die Daten gehabt.
