Sonnendurchflutetes Klassenzimmer mit Ventilator und Trinkflasche bei sommerlicher Hitze
Hohe Temperaturen können Schüler und Lehrkräfte im Unterricht stark belasten. Kostenfreie Online-Kurse sollen Schulen beim Aufbau eines wirksamen Hitzeschutzes unterstützen. Foto: KI-generiert

Hitze im Klassenzimmer: AOK Bayern fördert Kurse und Workshops

Region -

Hohe Temperaturen im Klassenzimmer belasten Schüler und Lehrkräfte. Die Konzentration lässt nach und Kreislaufprobleme können auftreten. Eine neue kostenfreie Online-Veranstaltungsreihe soll Schulen deshalb ab September 2026 über gesundheitliche Risiken und wirksame Schutzmaßnahmen informieren.

Die AOK Bayern unterstützt die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) dabei, Schulen besser auf Hitzeperioden vorzubereiten. Ergänzend zur Online-Reihe werden vertiefende Workshops angeboten, in denen teilnehmende Schulen einen eigenen Hitzeschutzplan entwickeln können.

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„Schulen brauchen einen konkreten Plan“

„Wir können Hitze nicht verhindern – aber wir können uns darauf einstellen. Schulen brauchen deshalb Wissen und konkrete Handlungsmöglichkeiten, die im Alltag funktionieren“, erklärt Annette Lutz, Bereichsleiterin Gesundheitsförderung bei der AOK Bayern.

Mit dem Angebot sollen Schulen zunächst grundlegende Informationen erhalten. Gleichzeitig geht es darum, den Hitzeschutz dauerhaft im Schulalltag zu verankern.

Drei kostenfreie Online-Veranstaltungen

Die Online-Reihe steht allen Interessierten und sämtlichen Schulformen offen. In drei jeweils 90-minütigen Veranstaltungen informieren Fachleute aus Medizin, Wissenschaft und Schule über gesundheitliche Folgen, den Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie die praktische Umsetzung von Maßnahmen.

Diese Termine sind vorgesehen:

  • 30. September 2026: Grundlagen für den Hitzeschutz an Schulen
  • 19. Oktober 2026: Auswirkungen auf Schüler, Lehrkräfte und Schule
  • 17. November 2026: Praktische Umsetzung des Hitzeschutzes

Im Rahmen der Reihe wird außerdem ein Musterhitzeschutzplan für Schulen vorgestellt. Dieser wurde von KLUG gemeinsam mit der Bayerischen Landesärztekammer, dem Helmholtz Zentrum München und dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte herausgegeben.

Schulen entwickeln einen eigenen Hitzeschutzplan

Schulen, die sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchten, können an der von der AOK Bayern geförderten Workshopreihe „Hitzeresilienz für Schulen“ teilnehmen. Das Workshopangebot richtet sich an bayerische Grund-, Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien.

Gemeinsam mit Hitzeexperten entwickeln die teilnehmenden Schulen einen Plan, der auf ihre jeweiligen Gebäude und Anforderungen zugeschnitten ist. Dabei geht es unter anderem um folgende Fragen:

  • Welche Räume sind besonders von Hitze betroffen?
  • Wie lassen sich Schüler und Lehrkräfte schützen?
  • Was ist bei Sport und körperlicher Bewegung zu beachten?
  • Wie können Eltern, Kollegium, Schulträger und Kommunen eingebunden werden?

Hitze beeinträchtigt das Lernen

„Nicht nur alte oder kranke Menschen leiden unter großer Hitze. Auch Schüler sind beeinträchtigt. Ihre Lernfähigkeit nimmt bei Hitze deutlich ab, es kann unmöglich sein, Prüfungen zu absolvieren. Körperliche Anstrengung zum Beispiel beim Sport ist sogar gefährlich“, erklärt Prof. Christian Schulz, Geschäftsführer von KLUG.

Funktionierender Hitzeschutz sei deshalb wichtig, um gesundheitliche Belastungen zu reduzieren und den Schulbetrieb auch an besonders heißen Tagen möglichst sicher zu gestalten.

Die Online-Veranstaltungen sind kostenfrei. Weitere Informationen zur Anmeldung gibt es auf der Internetseite der AOK Bayern. Schulen, die sich für die Workshopreihe interessieren, können unter dem Betreff „Workshopreihe“ eine E-Mail an [email protected] senden.

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