Der Kreisverband Die Linke Schweinfurt erhebt schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Glasfaserausbau in der Stadt. In einer aktuellen Stellungnahme verweist die Partei auf Berichte aus dem Mai 2025 über ausstehende Lohnzahlungen und sieht weiterhin dringenden Handlungsbedarf.
Nach Angaben des Kreisverbands schulde das für die Planung beauftragte Subunternehmen teilweise noch immer Gelder, die unter anderem der Lohnzahlung des ausführenden Subunternehmens dienten. Betroffene Beschäftigte seien dadurch in eine schwierige Lage geraten.
„Wir erklären uns solidarisch mit den Beschäftigten. Niemand darf für öffentlich beauftragte Projekte arbeiten und am Ende auf seine Entlohnung verzichten“, heißt es in der Stellungnahme. Der öffentliche Glasfasernetzaufbau dürfe nicht auf dem Rücken derjenigen erfolgen, die die Arbeiten vor Ort tatsächlich ausführen.
Die Verantwortung sieht Die Linke nicht ausschließlich beim Planungsunternehmen. Auch die Stadt Schweinfurt trage als Auftraggeberin eine Mitverantwortung – sowohl für den zügigen Ausbau der Infrastruktur als auch für die sozialen Folgen der Auftragsvergabe. Öffentliche Projekte müssten sicherstellen, dass Subunternehmen fair behandelt und Beschäftigte zuverlässig bezahlt werden.
Für den Kreisverband steht fest: Transparenz, soziale Verantwortung und die Sicherung von Arbeitsplätzen müssten oberste Priorität haben. Öffentliche Infrastrukturprojekte dürften nicht zu sozialen Härtefällen führen. Die Linke Schweinfurt bietet betroffenen Unternehmen ausdrücklich Unterstützung bei der Vermittlung rechtlicher oder politischer Hilfe an.
