ZF-Team aus Schweinfurt bei der Verleihung des Best of Industry Award 2025 in Würzburg
Bei der Preisverleihung des Best of Industry Award 2025 freuten sich (v.l.) Rainer Schüler (Segmentleiter CVS), Lukas Hofbauer (Leiter Physical Testing – Materials/Components), Ute Drescher (Chefredakteurin Konstruktion bei MaschinenMarkt), Alex Menschow (Vertrieb & Marketing Maschinenbau) und Markus Kuschka (ZF-Prozessexperte Härten) über die Auszeichnung. Foto: VCG / Sebastian Huhn

Schweinfurt – ZF gewinnt zweimal den Best of Industry Award 2025

Schweinfurt -

Großer Erfolg für ZF am Standort Schweinfurt: Beim renommierten Best of Industry Award 2025 wurde das Unternehmen gleich in zwei Kategorien ausgezeichnet. Prämiert wurden ein neu entwickeltes Prüfverfahren für induktiv gehärtete Bauteile sowie der innovative Elektromotor I2SM ohne Seltene Erden.

Der vom Fachmedium MM MaschinenMarkt aus Würzburg initiierte Preis zählt zu den wichtigsten Industrieauszeichnungen im deutschsprachigen Raum. In diesem Jahr gaben rund 25.000 Teilnehmer ihre Stimmen im öffentlichen Voting ab. Die Preisverleihung fand Ende Januar in Würzburg statt.

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Vollautomatisierte Härteprüfung überzeugt Jury

In der Kategorie „Best of Fertigung: Qualität & Präzision“ gewann ein interdisziplinäres Team aus der Produktion der Division Commercial Vehicle Systems, dem Zentrallabor sowie dem Maschinenbau am Standort Schweinfurt.

Gemeinsam entwickelten sie ein neues Verfahren zur Härteprüfung induktiv gehärteter Bauteile. Die Prüfung erfolgt nun vollautomatisiert per Roboter – schnell, flexibel und präzise.

„Möglich wurde dieser Durchbruch nur durch den Einsatz innovativer Technologien und die enge bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Wir konnten die vorherigen Prüfzeiten von einer Stunde deutlich reduzieren und liefern jetzt in Sekunden Ergebnisse – reproduzierbar, vollautomatisiert und damit besonders wirtschaftlich“, erklärt Lukas Hofbauer, Leiter Physical Testing – Materials/Components im ZF-Zentrallabor Schweinfurt.

Kompetenzzentrum auch für externe Partner

ZF bündelt in Schweinfurt Kompetenzen in den Bereichen Fertigung, Qualität, Anlagenbau und Digitalisierung. Diese enge Verzahnung ermöglicht es, technologische Entwicklungen direkt in marktfähige Lösungen zu überführen.

Das Know-how stellt ZF auch externen Industriepartnern zur Verfügung – etwa bei Fertigungsengpässen, steigenden Qualitätsanforderungen oder der Modernisierung von Produktionsanlagen hin zur „Fabrik der Zukunft“.

Zum Leistungsspektrum zählen unter anderem:

  • KI-gestützte Lösungen

  • Digitale Planungsmethoden mit Augmented Reality

  • Labordienstleistungen

  • Prüfstandsläufe

  • Simulationen

  • Kalibrierungen

  • Lohnbearbeitung

  • Komplexe Fertigungslinien

I2SM: Elektromotor ohne Seltene Erden ausgezeichnet

Auch in der Kategorie „Best of Automotive – Antrieb und Fahrwerk“ konnte ZF überzeugen. Ausgezeichnet wurde der Elektromotor I2SM („In-Rotor Inductive-Excited Synchronous Motor“).

Der Motor kommt ohne Permanentmagneten und ohne Seltene Erden aus. Stattdessen erfolgt die Stromübertragung mittels Induktion – radial integriert im Rotor. Dadurch erreicht der Motor eine besonders kompakte Bauweise bei gleichzeitig hoher Leistungsdichte.

„Wir haben bewiesen, dass der Spagat zwischen Top-Leistungsdaten und Ressourcenschonung in der Elektromobilität möglich ist“, sagt Dr. Christoph Sasse, Vorentwicklungsleiter der Division E.

Innovation als Standortfaktor

„Innovation ist für uns in Schweinfurt kein Schlagwort, sondern aus Tradition ein zentraler Treiber unserer Wettbewerbsfähigkeit“, betont ZF-Standortleiter Martin Mönig. „Wenn wir konsequent an neuen Ideen arbeiten, effizientere Prozesse implementieren und technologische Entwicklungen vorantreiben, sichern wir die Zukunftsfähigkeit unseres Standorts – und stärken gleichzeitig ZF‘s Position im globalen Markt.“

Mit dem Doppelerfolg unterstreicht ZF die Bedeutung des Standorts Schweinfurt als Innovationszentrum innerhalb des Konzerns.

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