Rund 1.390 Reinigungskräfte sorgen in Schweinfurt täglich für Sauberkeit – in Büros, Schulen, öffentlichen Einrichtungen und im Krankenhaus. Ab Januar wird ihre Arbeit besser bezahlt: Der Mindestlohn in der Gebäudereinigung steigt auf 15 Euro pro Stunde. Das teilt die IG BAU Mainfranken mit. Die Beschäftigtenzahlen beruhen auf Angaben der Arbeitsagentur.
Für bestimmte Tätigkeiten gibt es sogar noch mehr Geld: Wer Fassaden oder Fenster reinigt, erhält künftig mindestens 18,40 Euro pro Stunde. Das ist der neue Branchen-Mindestlohn für die Außenreinigung. „Egal, wer wo saubermacht: Die neuen Lohn-Limits in der Gebäudereinigung sind das Minimum, das bezahlt werden muss“, erklärt Michael Groha, Vorsitzender der IG BAU Mainfranken.
In Schweinfurt gibt es aktuell 16 Gebäudereinigungsunternehmen, die verpflichtet sind, diese Mindestlöhne einzuhalten. „Gebäudereinigerinnen und Gebäudereiniger leisten einen wichtigen und körperlich anstrengenden Job. Dass diese Arbeit nun deutlich fairer bezahlt wird, ist ein wichtiges Signal“, so Groha.
Auch für junge Menschen lohnt sich der Einstieg in das Gebäudereiniger-Handwerk. Die Ausbildungsvergütung liegt laut IG BAU bereits im ersten Lehrjahr bei 1.000 Euro pro Monat. Im zweiten Ausbildungsjahr steigt sie auf 1.150 Euro, im dritten Jahr auf 1.300 Euro monatlich. Damit biete die Branche nicht nur sichere Jobs, sondern auch klare finanzielle Perspektiven.
Die IG BAU sieht die höheren Löhne als Schritt zu mehr Anerkennung für eine Berufsgruppe, die für das tägliche Funktionieren von Betrieben, Schulen und öffentlichen Einrichtungen unverzichtbar ist.
