Auswärtsauftakt im Playoff-Viertelfinale: Nach dem umkämpften Heimsieg in der Verlängerung reisten die Mighty Dogs am Sonntagabend zum TEV Miesbach, um die Serienführung auszubauen. Begleitet von rund 30 lautstarken Schweinfurter Fans entwickelte sich in Oberbayern erneut ein intensives Duell – mit dramatischem Ende.
Mighty Dogs starten stark – 0:2-Führung im ersten Drittel
Die Partie begann schwungvoll. Bereits in der zweiten Minute mussten die Schweinfurter jedoch erstmals in Unterzahl ran, nachdem Lukas Krumpe wegen Stockschlags auf die Strafbank geschickt wurde. Der TEV setzte im Powerplay Akzente, doch die Defensive des ERV stand stabil.
Kurz darauf bekam Schweinfurt selbst die erste Überzahlchance: Stefan Kuhn musste nach einem Bandencheck in die Kühlbox – und die Gäste schlugen zu. Die Miesbacher konnten die Scheibe vor dem Tor nicht klären, Alexander Diel nutzte die Gelegenheit im Slot und traf zum 0:1.
Wenig später folgte das nächste Powerplay für die Mighty Dogs. Ein schneller Treffer wurde zwar wegen hohen Stocks aberkannt, doch das brachte die Schweinfurter nicht aus dem Konzept. Arturs Homjakovs spielte einen schnellen Pass auf Tomas Cermak, der die Scheibe in den Slot weiterleitete. Kristers Donins erhöhte auf 0:2.
Miesbach antwortete allerdings noch im ersten Drittel: Patrick Asselin glich mit zwei Treffern innerhalb weniger Minuten zum 2:2 aus.
Pechmoment bringt Miesbach in Führung
Im zweiten Abschnitt legten die Gastgeber wie schon im ersten Spiel spürbar zu. Der TEV kombinierte sich mehrfach gefährlich vor das Schweinfurter Tor, während Leon Pöhlmann einige brenzlige Situationen entschärfen konnte.
Der Führungstreffer zum 3:2 fiel schließlich unglücklich: Stefan Kuhn zog ab, Pöhlmann wehrte den Puck zur Seite ab – von dort sprang die Scheibe jedoch unglücklich von Alexander Diel zurück ins eigene Tor.
Trotz eines Powerplays gegen Ende des Drittels gelang den Mighty Dogs kein Ausgleich, auch wenn mehrere gute Möglichkeiten Hoffnung machten.
Drittes Drittel: Schlagabtausch, Comebacks und fünf Tore
Im Schlussabschnitt ging es weiter hochintensiv. Lukas Krumpe brachte die Mighty Dogs mit einem Handgelenksschuss von der blauen Linie zurück in die Partie. Alex Asmus störte vor dem Tor die Sicht von Miesbachs Keeper Ewert entscheidend – der Puck schlug zum 3:3 ein.
Doch die Antwort des TEV folgte prompt: Nur eine Minute später traf Gulda nach einem Konter zur erneuten Führung. Anschließend nutzten die Hausherren ein Powerplay konsequent aus und erhöhten durch Pölt auf 5:3.
Schweinfurt zeigte jedoch Moral. Steffen Helmle erzielte seinen ersten Treffer im Trikot der Mighty Dogs und verkürzte auf 5:4. Nur zwei Minuten später sorgte Tomas Cermak für einen echten Höhepunkt: Er tanzte sich quer durch die Defensive und stellte mit einem sehenswerten Rückhandtreffer auf 5:5.
Da in der regulären Spielzeit kein weiterer Treffer fiel, ging es – wie schon im ersten Spiel der Serie – erneut in die Overtime.
Overtime: TEV trifft – Serie ausgeglichen
In der Verlängerung hatten die Mighty Dogs zunächst viel Puckbesitz und kamen durch Cermak nach knapp drei Minuten zu einer gefährlichen Chance. Den entscheidenden Treffer erzielten jedoch nach fünf Minuten die Gastgeber: Gulda vollendete einen sauber herausgespielten Angriff zum 6:5 und glich die Serie zum 1:1 aus.
Weiter geht’s im Icedome – Heimspiel am Faschingsdienstag sicher
Damit steht bereits fest, dass es mindestens ein weiteres Heimspiel am Faschingsdienstag, 17. Februar, um 20 Uhr geben wird. Zunächst geht es jedoch am Freitag, 13. Februar, im Schweinfurter Icedome weiter. Beide Teams wollen sich dort die Serienführung sichern.
Im Rahmen der Partie findet außerdem die Verlosungsaktion des Trikotbrustsponsors für die kommende Saison statt. Für das Auswärtsspiel am Faschingssonntag planen die Schweinfurter Fanclubs zudem erneut eine gemeinsame Busfahrt.
