Von links: Die Mitarbeiterinnen des THWS-Graduiertenzentrums Johanna Franke und Dr. Simone Stork, Dr. Christian Lengl (Leiter THWS-Graduiertenzentrum), Prof. Dr. Tanja Henking (wissenschaftliche Leiterin Promotionszentrum LiWa an der THWS), THWS- Präsident Prof. Dr. Jean Meyer und Prof. Dr. Jürgen Hartmann (wissenschaftlicher Leiter Promotionszentrum NISys an der THWS) (Foto: Simon Kahner)
Von links: Die Mitarbeiterinnen des THWS-Graduiertenzentrums Johanna Franke und Dr. Simone Stork, Dr. Christian Lengl (Leiter THWS-Graduiertenzentrum), Prof. Dr. Tanja Henking (wissenschaftliche Leiterin Promotionszentrum LiWa an der THWS), THWS- Präsident Prof. Dr. Jean Meyer und Prof. Dr. Jürgen Hartmann (wissenschaftlicher Leiter Promotionszentrum NISys an der THWS) (Foto: Simon Kahner)

Neue Ära für Forschung: Dr. Timo Hertlein erhält Auszeichnung als erster THWS-Promovend

Würzburg-Schweinfurt -

Mit einer festlichen Veranstaltung an der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) haben die bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen ihre ersten Absolventinnen und Absolventen der neu eingerichteten Promotionszentren ausgezeichnet. Für das an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) angesiedelte Promotionszentrum „Nachhaltige und intelligente Systeme“ (NISys) wurde Dr. Timo Hertlein als erster Promovend geehrt. Die Veranstaltung gilt als bedeutender Meilenstein für die Forschungslandschaft im Freistaat.

Rund 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Politik nahmen an der Feierstunde teil. THI-Präsident Professor Walter Schober, Vorsitzender von Hochschule Bayern, hob in seiner Begrüßung hervor, wie wichtig das eigenständige Promotionsrecht für die Stärkung der Innovationskraft Bayerns ist – insbesondere in der Fläche. Auch Stephanie Jacobs, Amtschefin im Bayerischen Wissenschaftsministerium, betonte die Bedeutung der Hochschulen als Motoren für gesellschaftlichen Fortschritt und technologische Entwicklung.

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Professor Matthias Kleiner, Vorsitzender der Expertenkommission zur Begutachtung der Promotionszentren, würdigte das Modell als beispielhaft. Es vereine wissenschaftliche Exzellenz mit Praxisnähe und schaffe ein leistungsfähiges Forschungsumfeld an den Hochschulen.

Vertreterinnen und Vertretern des Promotionszentrums „Nachhaltige und intelligente Systeme (NISys) und der THWS mit dem ersten Promovenden Dr. Timo Hertlein (8. v. li.) (Foto: Simon Kahner)
Vertreterinnen und Vertretern des Promotionszentrums „Nachhaltige und intelligente
Systeme (NISys) und der THWS mit dem ersten Promovenden Dr. Timo Hertlein (8. v. li.)
(Foto: Simon Kahner)

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Verleihung der Urkunden an die wissenschaftlichen Leitungen der inzwischen 22 bayerischen Promotionszentren. Sie decken ein breites thematisches Spektrum ab – von nachhaltiger Entwicklung über Digitaltechnologien bis hin zu angewandter Informatik. Die THWS war durch Prof. Dr. Tanja Henking (Promotionszentrum LiWa – Lebenswelten im Wandel) und Prof. Dr. Jürgen Hartmann (Promotionszentrum NISys) vertreten.

Besonders geehrt wurden die ersten Nachwuchsforschenden, die ihre Dissertation in den neu gegründeten Zentren erfolgreich abgeschlossen haben. Dr. Timo Hertlein promovierte am Promotionszentrum NISys mit dem Thema „Entwicklung, Modellierung und Bewertung intelligenter Ladeinfrastrukturen für Elektromobilität und deren netzorientierte Integration“. Seine Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung energieeffizienter Ladesysteme und zu einer stabilen Integration von Elektromobilität in bestehende Stromnetze.

Wissenschaftsminister Markus Blume würdigte die Premiere als historischen Schritt für die bayerische Wissenschaft: Nun könnten erstmals an Hochschulen für angewandte Wissenschaften eigenständige Promotionen durchgeführt werden. Das sei Forschung mit Praxisbezug und hoher gesellschaftlicher Relevanz. Den ersten Promovierten sprach er seinen Glückwunsch aus und betonte das große Potenzial, das im Wissenschaftsstandort Bayern stecke.

Mit dem Bayerischen Hochschulinnovationsgesetz von 2023 wurde den Hochschulen in besonders forschungsstarken Bereichen das Promotionsrecht eingeräumt. Damit begann eine neue Ära der anwendungsorientierten Forschung, die nun sichtbar Früchte trägt.

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