Digitale Parkplatzanzeige für Parkhäuser in der Schweinfurter Innenstadt
Eine digitale Parkplatzanzeige weist auf freie Stellplätze in Parkhäusern der Schweinfurter Innenstadt hin. Die Neistell-Kart’n wird zum 31. Dezember 2025 abgeschafft.

Nach Bürgerreaktionen: SPD will „Neistell-Kart’n“ ohne Rabatt weiterführen

Schweinfurt -

Die SPD-Fraktion im Schweinfurter Stadtrat beantragt, die sogenannte „Neistell-Kart’n“ für die städtischen Parkhäuser und Tiefgaragen beizubehalten und den Beschluss zu ihrer Abschaffung zurückzunehmen. Die Guthabenkarte soll weiterhin ausgegeben werden, künftig jedoch ohne Rabatt und zum regulären Tarif. Das teilte Ralf Hofmann in einer Presseinformation mit.

Hintergrund des Antrags ist die große Resonanz aus der Bevölkerung. Zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer hätten deutlich gemacht, dass die „Neistell-Kart’n“ vor allem wegen ihres hohen Bedienkomforts geschätzt werde. Insbesondere ältere Menschen sowie Personen mit eingeschränkter Mobilität profitieren davon, dass die Ausfahrt aus dem Parkhaus durch einfaches Vorhalten der Karte möglich ist – ohne zuvor einen Kassenautomaten aufsuchen zu müssen.

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Nach Ansicht der SPD-Fraktion würde die vollständige Abschaffung der Karte zudem einen Rückschritt bei modernen, bargeldlosen Bezahlsystemen bedeuten. Während im öffentlichen Nahverkehr inzwischen vollständig digital bezahlt werde, müssten Autofahrerinnen und Autofahrer künftig wieder mit Münzgeld an Parkautomaten hantieren.

Hofmann räumt ein, dass die SPD der ursprünglichen Abschaffung der Karte zugestimmt habe, da damals vor allem die Rabattierung im Fokus gestanden habe – nicht jedoch der praktische Nutzen für viele Nutzerinnen und Nutzer. „Die vielen Rückmeldungen aus der Bevölkerung haben uns gezeigt, dass dies zu kurz gedacht war. Dieser Antrag ist daher auch ein Beitrag, diesen Fehler zu heilen“, so Hofmann.

Auch mit Blick auf andere Kommunen sieht die SPD-Fraktion Handlungsbedarf. „Andere Städte entwickeln ihre Parksysteme konsequent in Richtung digitaler und komfortabler Lösungen. In Schweinfurt haben wir ein bewährtes System abgeschafft. Das wollen wir korrigieren – ohne den Beitrag zur Haushaltskonsolidierung zu schmälern“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Da die technischen Voraussetzungen für die Nutzung der „Neistell-Kart’n“ weiterhin vorhanden seien, könne die Karte nach Auffassung der SPD-Fraktion schnell und unkompliziert wieder eingeführt werden.

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