Blick über den Baggersee in Schweinfurt mit klarem Wasser, Badestrand und Spielplatz an einem sonnigen Sommertag.
Der Baggersee in Schweinfurt zählt zu den beliebten Badegewässern der Region. Aktuelle Untersuchungen bestätigen eine überwiegend gute Wasserqualität in Bayerns Badeseen. Foto: Schweinfurt NEWS

Bayerns Badeseen überzeugen mit hervorragender Wasserqualität – Über 96 Prozent der Badestellen gut oder ausgezeichnet

Region -

Pünktlich zur Badesaison können sich Badegäste in Bayern über hervorragende Wasserwerte freuen. Wie Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach mitteilte, verfügen mehr als 96 Prozent der 375 EU-Badestellen im Freistaat über eine gute oder sogar ausgezeichnete Wasserqualität.

Die aktuelle Einstufung basiert auf den langfristigen Bewertungen des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und wird durch die jüngsten Wasseruntersuchungen bestätigt. Damit bieten die rund 290 überwachten Badeseen in Bayern auch in diesem Sommer beste Voraussetzungen für unbeschwerten Badespaß.

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Drei Badestellen nur ausreichend bewertet

Lediglich drei Badestellen wurden aktuell mit „ausreichend“ bewertet. Dazu gehören zwei Bereiche am Meerhofsee in Alzenau sowie die Badestelle am Krebsensee im Knetzgauer Ortsteil Westheim. Als „mangelhaft“ eingestuft wurde ausschließlich die Badestelle am Nordufer des Riemer Sees in München.

Für zehn weitere Badestellen liegt derzeit noch keine offizielle Einstufung vor, da die erforderliche Anzahl an Untersuchungsergebnissen noch nicht erreicht wurde. Die bislang vorliegenden Messwerte deuten jedoch auch dort auf eine gute Wasserqualität hin.

Regelmäßige Kontrollen während der Badesaison

Seit Ende April hat das LGL bereits rund 750 Wasserproben mikrobiologisch untersucht. Die Gesundheitsämter kontrollieren die EU-Badestellen während der gesamten Badesaison bis Mitte September regelmäßig.

Dabei werden die Wasserproben insbesondere auf die Darmbakterien Escherichia coli und intestinale Enterokokken untersucht. Bei bestimmten Seen erfolgt zusätzlich eine Kontrolle auf Cyanobakterien, besser bekannt als Blaualgen. Aufgrund steigender Temperaturen infolge des Klimawandels könnte deren Auftreten künftig häufiger werden.

Gesundheitsministerin mahnt zur Vorsicht

Trotz der positiven Ergebnisse appelliert Gesundheitsministerin Judith Gerlach an die Eigenverantwortung der Badegäste. Besonders an heißen Sommertagen könne ein plötzlicher Sprung in kaltes Wasser Herz-Kreislauf-Probleme verursachen. Zudem müsse auf die Sicherheit von Kindern am und im Wasser konsequent geachtet werden.

Sollten bei Untersuchungen erhöhte Belastungen festgestellt werden, können die zuständigen Gesundheitsämter kurzfristig Maßnahmen ergreifen. In Ausnahmefällen sind auch vorübergehende Badeverbote möglich.

Online-Karte informiert über aktuelle Wasserwerte

Wer sich vor dem Badeausflug informieren möchte, kann die Online-Badegewässerkarte des LGL nutzen. Dort sind sämtliche 375 EU-Badestellen in Bayern verzeichnet. Zusätzlich erhalten Besucher über die Karte Zugang zu den aktuellen Untersuchungsergebnissen der zuständigen Gesundheitsämter.

Für Badegäste in Unterfranken gibt es damit überwiegend gute Nachrichten: Die meisten Seen und Badestellen bieten auch 2026 beste Voraussetzungen für einen sicheren und erholsamen Aufenthalt am Wasser.

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