Nach mehr als 19 Jahren als Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie ist Prof. Dr. Detlef Meyer im Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt feierlich in den Ruhestand verabschiedet worden. Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, Kolleginnen und Kollegen, die Krankenhausleitung sowie Oberbürgermeister Ralf Hofmannwürdigten sein langjähriges Wirken für das Krankenhaus, die Patientinnen und Patienten sowie die gesamte Region. An der Feierstunde nahmen auch die ehemaligen Oberbürgermeister Gudrun Grieser und Sebastian Remelé teil.
Fast zwei Jahrzehnte prägende Arbeit
Prof. Dr. Detlef Meyer trat am 1. April 2007 seinen Dienst als Chefarzt am Leopoldina-Krankenhaus an. In den vergangenen fast zwei Jahrzehnten entwickelte er die Chirurgische Klinik sowohl fachlich als auch strukturell kontinuierlich weiter.
Unter seiner Leitung wurden moderne Operationsverfahren – von der minimalinvasiven bis zur roboterassistierten Chirurgie – etabliert. Zudem prägte er maßgeblich den Aufbau und die Weiterentwicklung des Darmkrebszentrums, des Pankreaszentrums sowie des Onkologischen Zentrums.
Dank für medizinische Exzellenz und Menschlichkeit
Geschäftsführer Jürgen Winter würdigte Prof. Meyer als außergewöhnliche Persönlichkeit:
„Sie haben nicht nur eine hervorragende Klinik aufgebaut, sondern auch Ihre Mitarbeitenden und letztlich uns alle auf diesem Weg mitgenommen. Für 19 Jahre erfolgreichen Wirkens, fachlicher Exzellenz und Menschlichkeit gilt Ihnen unser herzlicher Dank.“
Auch Oberbürgermeister Ralf Hofmann hob die Bedeutung des Leopoldina-Krankenhauses als medizinischen Leuchtturm für Schweinfurt und die Region hervor. Besonders würdigte er Prof. Meyers Kommunikation auf Augenhöhe, seinen respektvollen Umgang mit Menschen sowie seine Verlässlichkeit und Besonnenheit.
Der Mensch stand immer im Mittelpunkt
In seiner Laudatio betonte Prof. Dr. Hans-Ulrich Völker, Chefarzt der Pathologie und stellvertretender Ärztlicher Direktor, insbesondere die menschliche Haltung des scheidenden Chefarztes.
„Für diesen Arzt, den wir heute verabschieden, war der Patient kein Fall, sondern ein kranker Mensch, der Zuwendung braucht.“
Medizin habe Prof. Meyer nie ausschließlich als technisches Fach verstanden, sondern stets den Menschen in den Mittelpunkt seines Handelns gestellt.
Lob von langjährigen Wegbegleitern
Persönliche Grußworte hielten unter anderem Dr. Jessica Körber, ehemalige Leitende Oberärztin der Chirurgischen Klinik, sowie der heutige Leitende Oberarzt Ulf Sauer.
Dr. Körber hob hervor, dass Prof. Meyer nicht nur medizinische Strukturen aufgebaut, sondern vor allem Menschen gefördert und ihnen Vertrauen, Verantwortung und Entwicklungsmöglichkeiten gegeben habe.
Ulf Sauer beschrieb die Zusammenarbeit als außergewöhnlich und würdigte Prof. Meyer als hervorragenden Chirurgen, Ausbilder und Lehrer mit hohem moralischem Anspruch.
Dank an die „Leo-Familie“
Zum Abschied richtete Prof. Dr. Meyer selbst seinen Dank an die Mitarbeitenden des Leopoldina-Krankenhauses, die Geschäftsführung sowie seine Chefarztkolleginnen und -kollegen. Besonders hob er die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die offene Kommunikation hervor.
Dankbar zeigte er sich zudem dafür, dass er in das Auswahlverfahren seiner Nachfolge eingebunden wurde. Mit PD Dr. Judith Sporn sei eine Nachfolgerin gefunden worden, die durch ihre fachliche Kompetenz sowie ihre Team- und Patientenorientierung überzeuge.
Die Mitarbeitenden des Krankenhauses bezeichnete Prof. Meyer als die „Leo-Familie“ – einen besonderen Schatz, den es auch künftig zu bewahren gelte.
Zum Abschied dankte das Leopoldina-Krankenhaus seinem langjährigen Chefarzt für fast zwei Jahrzehnte herausragenden Engagements und wünschte ihm für den neuen Lebensabschnitt Gesundheit, Freude und alles Gute.
