Studierende der THWS begrüßen Teilnehmer beim Diversity Event im Casa Vielfalt in Schweinfurt.
Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen: Ehrenamtliche aus Stadt und Landkreis Schweinfurt sowie Studierende der THWS begegneten sich beim Diversity Event im Casa Vielfalt. Foto: Mariya Lalawala

THWS-Studierende fördern Vielfalt und Begegnung im Casa Vielfalt in Schweinfurt

Schweinfurt -

Wie können Menschen unterschiedlicher Generationen, Kulturen und Sprachen miteinander ins Gespräch kommen? Mit dieser Frage beschäftigten sich Studierende der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) bei einer interaktiven Veranstaltung im kirchlich-caritativen Zentrum Casa Vielfalt in Schweinfurt. Organisiert wurde das Projekt im Rahmen des Allgemeinen Wahlpflichtfachs (AWPF) „Service Learning: Connect-Involve-Reflect“.

Vielfalt nicht nur diskutieren, sondern erleben

Begleitet wurde das Lehrformat von der Lehrbeauftragten Anca Aicha, die den Kontakt zum katholischen Zentrum Casa Vielfalt herstellte und die Studierenden während der Planung und Umsetzung unterstützte.

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„Der besondere Wert solcher Begegnungen liegt darin, dass Menschen nicht nur über Themen wie Vielfalt und Teilhabe sprechen, sondern sie konkret erleben. Genau hier zeigt sich, wie Service Learning Brücken zwischen Hochschule und Gesellschaft bauen kann“, erklärt Anca Aicha.

Kunstausstellung begleitet das Projekt

Eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung spielte Marion Hammer, Projektkoordinatorin des Zentrums Casa Vielfalt im Caritasverband für Stadt und Landkreis Schweinfurt. Sie unterstützte die Studierenden organisatorisch und koordinierte die begleitende Kunstausstellung.

Noch bis zum 14. Juli sind dort Werke regionaler Künstlerinnen und Künstler, Gruppen sowie Communitys zu sehen, die am Kreativwettbewerb „Zusammen geht was“ teilgenommen haben. Fotografien, Gemälde, Collagen und Skulpturen setzen sich aus unterschiedlichen kulturellen Perspektiven mit den Themen Zusammenhalt und Vielfalt auseinander.

Spielerische Aktionen fördern den Austausch

Die Veranstaltung richtete sich insbesondere an ehrenamtlich Engagierte der Schweinfurter Nachbarschaftshilfegruppen. Nach einer Einführung in der Kirche St. Anton und einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch.

Für den Austausch sorgten verschiedene Mitmach-Angebote, darunter:

  • Vielfalt-Bingo zum gegenseitigen Kennenlernen
  • „Zwei Wahrheiten und eine Lüge“
  • Bildbasiertes Vielfalt-Quiz
  • Kreuzworträtsel rund um Kulturen, Sprachen und Vielfalt

Die Aktionen regten dazu an, spielerisch Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Teilnehmer und THWS-Studierende kommen bei einer Veranstaltung im Casa Vielfalt in Schweinfurt miteinander ins Gespräch.
Veranstaltung im „Casa Vielfalt“: Studierende der THWS befassten sich mit der Frage, wie Menschen unterschiedlicher Generationen, Sprachen und kultureller Hintergründe miteinander ins Gespräch kommen können. Foto: Mariya Lalawala

Offene Atmosphäre trotz unterschiedlicher Hintergründe

Obwohl Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedener Herkunft und mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen zusammenkamen, entwickelte sich eine offene und herzliche Atmosphäre.

„Die Studierenden haben mit viel Engagement und Kreativität einen Raum geschaffen, in dem Begegnung und Austausch ganz selbstverständlich möglich wurden“, sagt Marion Hammer.

Auch die Studierenden selbst zogen ein positives Fazit. Sie konnten ihr theoretisches Wissen praktisch anwenden und gleichzeitig ihre Kommunikations-, Team- und interkulturellen Kompetenzen stärken.

„Wir haben erlebt, wie schnell echte Gespräche entstehen können, wenn Menschen offen aufeinander zugehen“, berichtet eine beteiligte Studentin.

Bewegender Abschluss

Ein besonderer Moment entstand zum Ende der Veranstaltung: Als Zeichen der Wertschätzung schenkte eine ältere Teilnehmerin den Studierenden kleine Holzengel.

Für Lehrbeauftragte Anca Aicha zeigt dieses Erlebnis eindrucksvoll, welchen Mehrwert das Projekt hatte: Service Learning verbinde fachliches Lernen, gesellschaftliches Engagement und persönliche Begegnungen. Vielfalt werde dabei nicht nur theoretisch vermittelt, sondern unmittelbar erlebbar – im direkten Austausch zwischen Hochschule und Gesellschaft.

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