Für den MHV Schweinfurt 09 beginnt am Samstag, 19. September 2026, die neue Handballsaison. In der Paul-Maar-Halle im Stadtteil Bellevue steht nach zwei Jugendspielen um 18 Uhr das erste Pflichtspiel der Herren auf dem Programm. Gegner zum Auftakt in der Bezirksoberliga ist die TG Heidingsfeld.
Für den MHV ist es zugleich die Rückkehr in Unterfrankens höchste Spielklasse. Nach nur einem Jahr Abstinenz gelang der ersten Herrenmannschaft der direkte Wiederaufstieg.
Saisoneröffnung mit Heimspiel gegen Heidingsfeld
Der Verein möchte den ersten Spieltag zugleich als Saisoneröffnung feiern. Neben den Spielen soll es für die Besucher Bratwürste vom Grill und Getränke geben.
Sportlich wartet allerdings gleich eine anspruchsvolle Aufgabe. Trainer Christopher Früh zählt die TG Heidingsfeld zum Kreis der Mannschaften, die am Saisonende weit oben in der Tabelle stehen könnten.
Damit bekommt der Aufsteiger bereits zum Start einen ersten Gradmesser.
Breiter Kader für die Bezirksoberliga
Der MHV geht mit einem insgesamt breit aufgestellten Kader in die neue Saison. Nach Vereinsangaben stehen auf nahezu allen Positionen mindestens zwei Spieler zur Verfügung. Dadurch soll das Trainerteam mehr Möglichkeiten erhalten, Belastungen zu verteilen und während der Spiele variabler reagieren zu können.
Nicht mehr zum Aufstiegskader gehören Cornelius Bitsch und Moritz Moder. Bitsch wird künftig gemeinsam mit seinem Bruder in Bergrheinfeld spielen. Moder steht dem Team nach Angaben des Vereins vorerst nicht mehr zur Verfügung.
Dafür haben die Schweinfurter mehrere neue beziehungsweise zurückkehrende Spieler im Kader.
Mehrere Verstärkungen für den MHV
Mit Tristan Piel kommt ein junger Linkshänder per Zweitspielrecht hinzu. Er soll dem Rückraum zusätzliche Möglichkeiten geben.
Armand Rueff soll stärker an die erste Herrenmannschaft herangeführt werden. Bereits in der vergangenen Saison nahm der Jugendspieler regelmäßig am Training teil. Parallel bleibt er in der A-Jugend in Höchberg aktiv.
Mit Phil Hellberg stößt ein weiterer Spieler zum Team. Der Verein setzt insbesondere auf seine Athletik und sieht bei ihm Entwicklungspotenzial.
Auch Sören Bernt steht nach seiner verletzungsbedingt verkürzten vergangenen Saison wieder zur Verfügung.
Zurück in Schweinfurt ist zudem Johannes Völker. Nach seinem Studium schließt er sich erneut der Mannschaft an. Anders als früher im Tor soll er künftig auf den Außenpositionen eingesetzt werden.

Vorbereitung zwischen Trainingslager und Urlaubszeit
Die Vorbereitung begann zunächst mit athletischen Einheiten. In der Körperschmiede Schweinfurt absolvierte das Team unter anderem HYROX- und Crossfit-Training.
Anschließend rückten taktische und spielerische Inhalte stärker in den Mittelpunkt. Konzepte aus der Aufstiegssaison wurden weiterentwickelt und um neue Varianten ergänzt.
Ein Trainingslager in Bamberg diente sowohl der sportlichen Vorbereitung als auch dem Zusammenwachsen der Mannschaft.
Ein Höhepunkt war das Spiel gegen die Würzburger Wölfe zur Einweihung der neuen Paul-Maar-Halle. Die Halle war dabei nach Angaben des Vereins erstmals vollständig gefüllt.
Trainer Früh erwartet anspruchsvollen Start
Nicht durchgehend problemlos verlief die Vorbereitung während der Ferienzeit. Wie bei vielen Amateurmannschaften sorgten Urlaubszeiten zeitweise für eine geringere Trainingsbeteiligung.
Trainer Christopher Früh sieht dennoch viel Potenzial in seiner Mannschaft.
„Wir haben teilweise eine typische BOL-Vorbereitung erlebt – mit Urlaubszeiten und schwankender Beteiligung. Gleichzeitig gab es aber auch Phasen, in denen wir emotional, spielerisch und körperlich auf einem sehr hohen Niveau gearbeitet haben“, erklärt Früh.
Besonders gespannt sei er auf das Auftaktspiel gegen Heidingsfeld, das er zu den Top-5-Kandidaten der Liga zählt.
Zwischen Mittelfeld und Spitzengruppe
Eine feste Zielvorgabe formuliert der MHV vor dem Saisonstart nicht. Der Kader bietet nach eigener Einschätzung grundsätzlich das Potenzial für einen sicheren Platz im Mittelfeld, möglicherweise aber auch für eine Rolle weiter oben in der Tabelle.
Entscheidend dürfte sein, wie konstant die Mannschaft trainieren und ihre Leistung über die gesamte Saison abrufen kann.
Bereits in den ersten Begegnungen möchte der MHV zudem Veränderungen im Spielsystem zeigen. Mit einer variableren Spielweise soll sich die Mannschaft nicht nur in der Bezirksoberliga behaupten, sondern auch den Zuschauern attraktiven Handball bieten.
Am Samstag wird sich erstmals zeigen, wie gut der Aufsteiger bereits in der neuen Spielklasse angekommen ist. Anwurf gegen die TG Heidingsfeld ist um 18 Uhr in der Paul-Maar-Halle.
