Die süßen Früchte des Feigenbaums sind bei vielen Verbrauchern beliebt. Weniger bekannt ist, dass sich auch die Blätter zum Aromatisieren verschiedener Speisen eignen. Ihr Geschmack erinnert an Vanille und Kokos. In Kochsendungen und sozialen Netzwerken finden sich deshalb immer häufiger Rezepte mit Feigenblättern.

Feigenblätter als aromatische Grillhülle
Wer gerne grillt, kann Käse, Fisch, Fleisch oder Gemüse in Feigenblätter einwickeln und anschließend auf den Rost legen. Während des Grillens nimmt das Grillgut das Aroma der Blätter an. Die Feigenblätter dienen dabei lediglich als Hülle und werden vor dem Verzehr entfernt.
Auch Sirup und Desserts lassen sich mit Feigenblättern aromatisieren. Getrocknete Blätter sind bereits im Handel erhältlich.
Nicht jeden Tag verwenden
Trotz ihres besonderen Aromas sollten Feigenblätter nicht täglich eingesetzt werden. „Wegen ihrer bioaktiven Pflanzenstoffe sollten Feigenblätter nicht jeden Tag verwendet werden“, erklärt Andrea Danitschek, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern.
Besonders Menschen mit Diabetes oder Personen, die blutdrucksenkende Medikamente einnehmen, sollten mögliche Wechselwirkungen beachten. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt oder unsicher ist, sollte die Verwendung zuvor mit einem Arzt oder Apotheker besprechen.
Vorsicht bei der Ernte
Wer Feigenblätter selbst ernten möchte, sollte Handschuhe tragen und die pralle Mittagssonne meiden. Der weiße Milchsaft des Feigenbaums kann Haut und Schleimhäute reizen. In Verbindung mit den UV-Strahlen des Sonnenlichts kann sich diese Wirkung verstärken.
Nach der Ernte sollten die Blätter gründlich gewaschen, vorsichtig abgetupft und anschließend an einem luftigen Ort getrocknet werden.