Der Kreisverband Schweinfurt-Land der Alternative für Deutschland hat bei einer Aufstellungsversammlung seinen Bürgermeisterkandidaten für Poppenhausen bestimmt. Die Parteimitglieder nominierten einstimmig Alfred Schmitt für die Bürgermeisterwahl am 8. März 2026.
Schmitt ist seit mehreren Jahren kommunalpolitisch aktiv. Von 2018 bis 2023 war er als Bezirksrat im Bezirkstag von Unterfranken für die AfD tätig. Seit 2020 gehört er dem Kreistag Schweinfurt als Kreisrat an. Innerhalb der Partei engagiert er sich zudem im Landesfachausschuss Infrastruktur, Bauen und Wohnen und vertritt Bayern als Delegierter im entsprechenden Bundesfachausschuss. Darüber hinaus ist Schmitt stellvertretender Bundessprecher der parteinahen Bundesvereinigung „Christen in der AfD“.
Der 61-jährige Familienvater ist selbstständiger Bauingenieur. Zuvor war er als Pionieroffizier der Bundeswehr unter anderem auf dem Balkan sowie in Afghanistan im Einsatz.
In seiner Vorstellung machte Schmitt deutlich, dass er im Wahlkampf keine weitreichenden Versprechen abgeben wolle. Die finanziellen Spielräume der Kommunen seien stark eingeschränkt. Nach seinen Worten gehe es künftig vor allem darum, vorhandene Mittel zu verwalten, statt neue Großprojekte zu realisieren.
Kritik äußerte Schmitt an der aus seiner Sicht zunehmenden Politisierung der Kommunalpolitik. Die früher verbreitete Haltung, parteipolitische Zugehörigkeiten spielten auf kommunaler Ebene keine Rolle, sei aufgegeben worden. Sollte er zum Bürgermeister gewählt werden, wolle er im Gemeinderat sachorientiert arbeiten und Anträgen zustimmen, unabhängig davon, von welcher Fraktion sie eingebracht würden. Dies entspreche nach eigenen Angaben bereits der Praxis der AfD im Kreistag.
Die Bürgermeisterwahl in Poppenhausen findet am 8. März 2026 statt.