Die Stroke Unit am Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt ist erneut erfolgreich als überregionale Spezialstation zur Behandlung von Schlaganfällen zertifiziert worden. Die Deutsche Schlaganfallgesellschaft (DSG) bestätigt damit die hohe Qualität der Versorgung.
Schlaganfälle gehören zu den häufigsten Ursachen für bleibende Behinderungen. In Deutschland sind jährlich rund 270.000 Menschen betroffen. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist dabei vor allem die Zeit: „Die Folgen eines Schlaganfalls hängen maßgeblich davon ab, wie schnell und professionell die Behandlung erfolgt“, erklärt Prof. Dr. med. René Handschu, Chefarzt der Neurologischen Klinik und Leiter der Stroke Unit.
Mit zehn zertifizierten Betten zählt die Stroke Unit in Schweinfurt weiterhin zu den leistungsstarken Einrichtungen in Bayern. Jährlich werden hier mehr als 1.000 Patientinnen und Patienten behandelt. Ein interdisziplinäres Team aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften sowie Therapeutinnen und Therapeuten gewährleistet eine Versorgung rund um die Uhr – unterstützt durch moderne Medizintechnik.
Im Rahmen des Audits wurden insbesondere die effizienten Abläufe hervorgehoben. Kurze Wege, die enge Zusammenarbeit zwischen Notaufnahme, Intensivstation und Stroke Unit sowie hochqualifiziertes Personal sorgen für optimale Bedingungen in der Patientenversorgung. Auch die Zusammenarbeit zwischen Neurologie und Kardiologie wurde besonders positiv bewertet.
Zusätzliche Maßnahmen zur Patientensicherheit wie ein strukturiertes Schmerzassessment und das sogenannte Sechs-Augen-Prinzip bei der Medikamentenvergabe unterstreichen den hohen Qualitätsanspruch der Klinik.
Die Stroke Unit ist eng mit weiteren Fachbereichen wie Neurochirurgie, Neuroradiologie und Kardiologie vernetzt. Darüber hinaus bestehen Kooperationen mit überregionalen Partnern, um eine bestmögliche Versorgung sicherzustellen.
Mit der erneuten Zertifizierung unterstreicht das Leopoldina-Krankenhaus seine zentrale Rolle in der regionalen und überregionalen Schlaganfallversorgung.
