Der bereits im Vorfeld angekündigte Schneefall in der Nacht von Donnerstag auf Freitag führte in Unterfranken zu einer Vielzahl von Einsätzen für Polizei und Rettungskräfte. Auf schneebedeckten und glatten Straßen kam es zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen sowie glättebedingten Verkehrsunfällen.
Schwerpunkt im Bereich Main-Rhön
Zwischen etwa 21:00 Uhr und den Morgenstunden musste die unterfränkische Polizei zu rund 50 Einsätzen ausrücken. Der Großteil der Einsätze betraf liegengebliebene Fahrzeuge auf den Autobahnen sowie Verkehrsunfälle, bei denen Fahrzeuge von der Fahrbahn abgekommen waren.
Bei zwei Unfällen wurden Beteiligte leicht verletzt. In allen übrigen Fällen blieb es glücklicherweise bei Sachschäden. Die Einsatzschwerpunkte lagen insbesondere im Bereich Main-Rhön, vereinzelt auch im Spessart.
Querstehender Lkw blockiert A70 bei Gochsheim
Nach derzeitigen Erkenntnissen geriet gegen Mitternacht ein Lkw auf der A70 bei Gochsheim aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern und touchierte die Mittelleitplanke. Das Fahrzeug kam anschließend quer auf der Fahrbahn zum Stehen und blockierte beide Fahrstreifen in Fahrtrichtung Würzburg.
Der 59-jährige Fahrer wurde leicht verletzt und nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Durch den Aufprall wurde die Mittelleitplanke auf einer Länge von rund 20 Metern auf die Gegenfahrbahn gedrückt. In der Folge musste auch der linke Fahrstreifen in Richtung Schweinfurt gesperrt werden. Die Sperrmaßnahmen konnten erst gegen 05:30 Uhr aufgehoben werden. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 85.000 Euro geschätzt.
Mehrere Lkw bleiben auf der A7 stecken
Gegen 03:00 Uhr wurden der Polizei auf der A7 bei Oberthulba rund 20 Lkw gemeldet, die sich aufgrund des starken Schneefalls festgefahren hatten und nicht mehr weiterkamen. Teilweise mussten die Fahrzeuge mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks geborgen werden.
Die Fahrbahn wies zu diesem Zeitpunkt eine Schneehöhe von rund 25 Zentimetern auf und wurde durch die Autobahnmeisterei geräumt. Im Anschluss konnte die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Pkw mit Sommerreifen rutscht in den Graben
Ein weiterer Unfall ereignete sich gegen Mitternacht auf der Staatsstraße 2308 im Bereich des Waldaschaffer Forsts. Dort kam ein Pkw alleinbeteiligt von der Fahrbahn ab und blieb im Graben stehen.
Die Ursache war schnell festgestellt: Der Fahrer war trotz winterlicher Straßenverhältnisse und Schneefall noch mit Sommerreifen unterwegs. Der Mann blieb unverletzt, muss jedoch mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige rechnen.
Polizei gibt wichtige Verhaltenstipps
Die unterfränkische Polizei erinnert in diesem Zusammenhang an folgende wichtige Hinweise für winterliche Straßenverhältnisse:
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Geschwindigkeit anpassen: Fahren Sie stets den Straßen- und Witterungsbedingungen entsprechend.
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Abstand halten: Durch längere Bremswege ist ein größerer Sicherheitsabstand erforderlich.
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Vorausschauend fahren: Bremsmanöver frühzeitig einplanen.
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Vorsichtig lenken: Abrupte Lenkbewegungen vermeiden, insbesondere in Kurven und beim Spurwechsel.
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Hauptstraßen nutzen: Nebenstraßen sind oft später geräumt oder gestreut.
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Bremsen mit Bedacht: Besonders vor Kreuzungen, auf Brücken und in Waldabschnitten besteht erhöhte Glättegefahr.