Nachdem im vergangenen Jahr das alte und marode Parkhaus am Leopoldina-Krankenhaus abgerissen wurde, ist nun der nächste wichtige Schritt erfolgt: Mit einem symbolischen Spatenstich wurde der Neubau des Parkhauses offiziell gestartet.
Geschäftsführer Jürgen Winter begrüßte zu diesem Anlass unter anderem Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses, den Aufsichtsrat des Leopoldina-Krankenhauses, Vertreter der Stadtverwaltung sowie das Projektteam.
Das Thema Parkplätze rund um das Krankenhaus beschäftigt die Kommunalpolitik bereits seit vielen Jahren. Mit der Sperrung des alten Parkhauses im Sommer 2023 hatte sich die Situation für Patienten, Anwohner und Mitarbeitende deutlich verschärft. Winter bedankte sich daher ausdrücklich für die Geduld in dieser Zeit:
„Ich bin sehr froh darüber, dass wir spätestens zum Ende dieses Jahres hier eine deutliche Verbesserung der Parksituation anbieten können.“
Für Entlastung hatte bereits das 2021 eröffnete Parkhaus in der Mainberger Straße gesorgt. Zudem konnte der Neubau schneller umgesetzt werden, da bereits vorbereitete Planungen vorlagen. Die Projektkoordination liegt beim Leopoldina-Krankenhaus, das das Parkhaus später auch betreiben wird.
Die Kosten für den Neubau in Systembauweise belaufen sich auf rund 12,3 Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt durch Eigenmittel des Krankenhauses sowie durch einen Investitionskostenzuschuss der Stadt Schweinfurt in Höhe von fünf Millionen Euro.
Das neue Parkhaus wird etwa 150 Stellplätze für Besucher sowie 210 Stellplätze für Mitarbeitende auf insgesamt zwölf Halbebenen bieten. Beide Bereiche bleiben – wie bereits zuvor – voneinander getrennt und verfügen über jeweils eigene Zufahrten. Bei Bedarf ist eine spätere Anpassung der Aufteilung möglich.
Zusammen mit dem Parkhaus in der Mainberger Straße sowie den Parkplätzen in der Gustav-Adolf-Straße und der Robert-Koch-Straße stehen dem Gesundheitscampus künftig rund 750 Parkplätze zur Verfügung. Zusätzlich ist das Leopoldina-Krankenhaus gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.
Beim Neubau wurde auch großer Wert auf ökologische Aspekte gelegt. So wird das Parkhaus mit einer Dachbegrünung, einer Photovoltaikanlage sowie Elektroladesäulen im Besucher- und Mitarbeiterbereich ausgestattet.
Oberbürgermeister Sebastian Remelé erinnerte in seinem Grußwort daran, wie intensiv sich der Stadtrat in der Vergangenheit mit der Parksituation am Hochfeld beschäftigt habe. Zwar habe das Parkhaus in der Mainberger Straße bereits Entlastung gebracht, langfristig sei jedoch eine weitere Lösung notwendig gewesen – insbesondere im Hinblick auf den geplanten Ausbau des Krankenhauses. Umso mehr freue er sich, dass der Spatenstich noch während seiner Amtszeit stattfinden könne.
Für den Bau verantwortlich ist die Goldbeck GmbH als Totalunternehmer. Stefanie Schaupp, Geschäftsstellenleiterin der Goldbeck-Niederlassung Würzburg, betonte, ihr Unternehmen stehe für Qualität, Terminverlässlichkeit und die Einhaltung des Kostenrahmens. Das neue Parkhaus sei nicht nur ein Bauprojekt, sondern eine wichtige Unterstützung für Mitarbeitende, Patienten und Angehörige sowie eine Entlastung für die Anwohner.