Museumsleiter Wolfgang Rücknagel erklärt Besuchern im Industriemuseum Schweinfurt einen historischen 9-Zylinder-Sternmotor.
Museumsleiter Wolfgang Rücknagel (Bildmitte) erklärt den 9-Zylinder-Sternmotor. Foto: Dieter Bauer

Von Wälzlagern bis Windkraft: Industriemuseum Schweinfurt zieht zahlreiche Besucher an

Schweinfurt - Ein langes Museumswochenende hat zahlreiche Besucher ins Industriemuseum Schweinfurt gelockt. Am regulären Öffnungstag am Samstag sowie beim „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag nutzten viele Gäste die Gelegenheit, die Geschichte der Schweinfurter Industrie aus nächster Nähe kennenzulernen.

Zeitreise durch Schweinfurts Industriegeschichte

Erfahrene Museumsführer nahmen die Besucher mit auf eine Reise zu den Pionieren der Wälzlager- und Fahrradindustrie. Dabei wurde deutlich, welchen Einfluss Erfindergeist, technische Entwicklungen und industrielle Produktion auf die Geschichte Schweinfurts hatten.

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Maschinen, historische Exponate und anschauliche Erklärungen vermittelten einen Eindruck davon, wie sich Fertigungstechniken im Laufe der Jahrzehnte verändert haben.

Historischer Nieteinfädler von SKF in Aktion

Ein besonderes Highlight war die Vorführung des sogenannten Nieteinfädlers von SKF. Die historische Maschine wurde einst bei der Montage eines Rillenkugellagers eingesetzt.

Bei der Vorführung konnten die Besucher unmittelbar erleben, welche technische Präzision bereits in früheren Fertigungsprozessen notwendig war. Die Maschine zog entsprechend viel Aufmerksamkeit auf sich.

Windkraft-Technik aus Schweinfurt

Großes Interesse fand auch die aktuelle Wechselausstellung zur Geschichte der Windkraft. Sie zeigt unter anderem Technologien aus Schweinfurt, die auch heute noch in modernen Windkraftanlagen eingesetzt werden.

Eine interaktive Animation auf einem Touchscreen macht die Technik besonders anschaulich. Besucher können sich dort über die eingesetzten Wälzlager informieren und virtuell einen Blick in das Innere der Gondel einer Windkraftanlage werfen.

Das Museumswochenende zeigte damit erneut, dass Industriegeschichte keineswegs trocken sein muss. Im Industriemuseum Schweinfurt wird sie mit Maschinen, technischen Entwicklungen und den Geschichten der Menschen dahinter verständlich und greifbar vermittelt.

Museum wird ehrenamtlich betrieben

Betrieben wird das Industriemuseum von engagierten ehrenamtlichen Mitgliedern des AKI Förderkreises. Der Eintritt ist frei. Die Museumsarbeit lebt jedoch vom Einsatz und vom Fachwissen der Ehrenamtlichen sowie von der Unterstützung durch Förderer.

Die Museumssaison 2026 endet am 24. Oktober. Wer es bis dahin nicht zu den regulären Öffnungszeiten schafft, kann über die Internetseite des Industriemuseums eine Privatführung für bis zu zwölf Personen anfragen.

Dort finden Interessierte auch weitere Informationen zur Arbeit des AKI Förderkreises sowie Möglichkeiten, das Museum durch eine Mitgliedschaft oder Fördermitgliedschaft zu unterstützen.

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