Deutschland-Ticket für Auszubildende in Schweinfurt – NGG fordert Halbpreis von 31,50 Euro
Die Gewerkschaft NGG fordert ein Deutschland-Ticket zum halben Preis für Auszubildende. In Schweinfurt könnten Azubis das D-Ticket für 31,50 Euro nutzen, wenn Land Bayern und Arbeitgeber sich beteiligen. Foto: NGG | Nils Hillebrand

2.370 Azubis in Schweinfurt: Deutschland-Ticket soll nur noch 31,50 Euro kosten

Schweinfurt -

Damit Busse und Bahnen für Auszubildende bezahlbar bleiben, fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten(NGG) ein günstigeres Deutschland-Ticket für Azubis. In Schweinfurt betrifft das rund 2.370 Auszubildende, die das Ticket künftig für 31,50 Euro pro Monat nutzen könnten – also zum halben Preis.

Nach den Vorstellungen der NGG soll sich die Finanzierung aufteilen: 20 Euro übernimmt bereits das Land Bayern, weitere 11,50 Euro pro Monat sollen die Ausbildungsbetriebe beisteuern. „Es geht vor allem um die täglichen Fahrten zum Ausbildungsplatz und zur Berufsschule. Viele Azubis müssen dafür oft weite Strecken zurücklegen“, sagt Ibo Ocak, Geschäftsführer der NGG.

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Zwar gibt es für Auszubildende, Studierende und Teilnehmende an Freiwilligendiensten ein ermäßigtes Ticket in Bayern. Doch auch dieses ist zuletzt teurer geworden: Der Preis für das Deutschland-Ticket ist von 58 auf 63 Euro gestiegen. Trotz Landeszuschuss zahlen junge Menschen aktuell 43 Euro pro Monat – im Vorjahr waren es noch 38 Euro.

Ziel der NGG ist es, Auszubildende in Schweinfurt, Unterfranken und darüber hinaus mobil zu halten, ohne den Geldbeutel zu stark zu belasten. Dabei verweist die Gewerkschaft auf ein Vorbild aus einem anderen Bundesland: In Niedersachsen können Azubis das Deutschland-Ticket bereits für 31,50 Euro erhalten – vorausgesetzt, auch die Arbeitgeber beteiligen sich.

Ähnliche Regelungen existieren laut NGG bereits auf tariflicher Ebene. So würden tarifgebundene Auszubildende etwa in der bayerischen Milch- und Brauwirtschaft oder im Gastgewerbe einen Großteil ihrer Fahrtkosten vom Arbeitgeber erstattet bekommen – häufig inklusive Deutschland-Ticket. „Gewerkschaftsmitglieder haben hier einen klaren Vorteil. Mobilität sollte aber nicht davon abhängen, ob ein Betrieb tarifgebunden ist“, betont Ocak.

Konkret fordert die NGG daher: Ausbildungsbetriebe in Bayern sollen monatlich 11,50 Euro zum Deutschland-Ticket ihrer Azubis beisteuern. Zusammen mit dem Landeszuschuss würden junge Menschen dann nur noch den halben Ticketpreis zahlen. Für Arbeitgeber sei das finanziell überschaubar: In Niedersachsen liege der Anteil der Betriebe sogar bei 15,75 Euro pro Monat.

Ocak spricht von einem „echten Mobil-Deal“ für Auszubildende und appelliert an die Bayerische Staatsregierung, das Modell aktiv zu unterstützen. Ziel sei es, möglichst schnell auch in Bayern vielen Azubis das Deutschland-Ticket zum Halbpreis zu ermöglichen.

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