Klaus Walther, Ombudsmann der Handwerkskammer für Unterfranken, unterstützt Handwerksbetriebe bei Behördenproblemen und Verwaltungsverfahren.
Klaus Walther vermittelt als Ombudsmann der Handwerkskammer für Unterfranken zwischen Handwerksbetrieben und der kommunalen Verwaltung. Foto: Daniel Peter

Handwerkskammer Unterfranken richtet Ombudsstelle gegen Bürokratie ein

Unterfranken -

Neue Anlaufstelle unterstützt Handwerksbetriebe bei Behördenproblemen und langwierigen Genehmigungsverfahren – Klaus Walther übernimmt die Vermittlung

Bürokratische Hürden, komplizierte Verwaltungsabläufe und langwierige Genehmigungsverfahren stellen viele Handwerksbetriebe vor Herausforderungen. Die Handwerkskammer für Unterfranken reagiert darauf mit der Einrichtung einer unabhängigen Ombudsstelle. Sie soll Unternehmen aus der gesamten Region, darunter auch aus Stadt und Landkreis Schweinfurt, bei Schwierigkeiten mit Behörden unterstützen und zwischen Betrieben und Verwaltung vermitteln.

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Für diese Aufgabe hat die Handwerkskammer Klaus Walther gewonnen. Der langjährige Wirtschaftsförderer der Stadt Würzburg bringt fast 40 Jahre Verwaltungserfahrung mit.

Vermittlung statt langwieriger Auseinandersetzungen

Die neue Ombudsstelle soll als neutrale und vertrauliche Anlaufstelle dienen. Ziel ist es, Konflikte frühzeitig zu lösen, Verwaltungsverfahren zu vereinfachen und bestehende rechtliche Handlungsspielräume besser zu nutzen.

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, gesetzliche Vorschriften zu umgehen. Vielmehr sollen Schwierigkeiten bei deren praktischer Auslegung und Umsetzung gemeinsam mit den zuständigen Behörden geklärt werden.

„Bürokratische Auflagen und langwierige Genehmigungsverfahren sind für Handwerksbetriebe häufig mehr als ein Ärgernis. Sie binden Zeit, Geld und Personal und können dadurch zu handfesten Wettbewerbsnachteilen werden“, erklärt Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken.

Mit der Ombudsstelle wolle die Kammer den Betrieben eine kompetente und vertrauenswürdige Anlaufstelle bieten, um im Dialog mit Behörden pragmatische Lösungen zu ermöglichen.

Klaus Walther übernimmt die Aufgabe des Ombudsmanns

Mit Klaus Walther setzt die Handwerkskammer auf einen erfahrenen Verwaltungsfachmann. Er war nahezu vier Jahrzehnte bei der Stadt Würzburg beschäftigt und leitete zuletzt den Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft und Standortmarketing, der direkt dem Oberbürgermeister zugeordnet war.

Walther kennt damit sowohl die Abläufe innerhalb der Verwaltung als auch die wirtschaftlichen Interessen von Unternehmen.

„Mir ist es wichtig, sachlich vorzugehen, die Fakten auf den Tisch zu bringen und mich mit ganzer Energie dafür einzusetzen, dass Dinge für die Betriebe und die Wirtschaft vorankommen“, beschreibt er seine neue Aufgabe.

Sein Ansatz setzt auf Zusammenarbeit statt Konfrontation. Betriebe und Behörden sollen gemeinsam nach Lösungen suchen, um Verfahren innerhalb der rechtlichen Möglichkeiten zu beschleunigen.

Welche Unterstützung erhalten Handwerksbetriebe?

Die Ombudsstelle bietet den Unternehmen verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten:

  • Zentrale Anlaufstelle: Handwerksbetriebe können sich mit ihren Anliegen direkt an die Ombudsstelle wenden, ohne zunächst unterschiedliche behördliche Zuständigkeiten klären zu müssen.
  • Vermittlung bei Konflikten: Bei Schwierigkeiten mit Behörden moderiert die Ombudsstelle Gespräche und unterstützt die Suche nach einvernehmlichen Lösungen.
  • Vertrauliche Behandlung: Anliegen werden vertraulich behandelt. Auf Wunsch können sich Betriebe auch anonym an die Stelle wenden.
  • Langfristige Verbesserungen: Wiederkehrende Probleme werden systematisch erfasst und an die Führung der Handwerkskammer weitergegeben. Dadurch sollen strukturelle Schwierigkeiten in Verwaltungsabläufen erkannt und Verbesserungen angestoßen werden.

Gerade für kleinere Handwerksbetriebe, die häufig nicht über eigene Verwaltungs- oder Rechtsabteilungen verfügen, kann eine solche Vermittlungsstelle eine zusätzliche Unterstützung darstellen.

Handwerkskammer will Wirtschaftsstandort stärken

Die neue Ombudsstelle soll nicht nur bei einzelnen Problemen helfen. Langfristig möchte die Handwerkskammer auch die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Verwaltung verbessern.

Michael Bissert, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, sieht in der Besetzung mit Klaus Walther eine wichtige Grundlage für das Vorhaben.

Walther verfüge über umfassende Erfahrungen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Politik. In seiner beruflichen Laufbahn habe er wiederholt unterschiedliche Interessen zusammengeführt und komplexe Projekte vorangebracht.

Ob und in welchem Umfang die Ombudsstelle tatsächlich zu kürzeren Genehmigungsverfahren führt, wird sich erst in der praktischen Arbeit zeigen. Eigene behördliche Entscheidungsbefugnisse werden ihr in der Mitteilung nicht zugeschrieben.

Mit der Einrichtung verfolgt die Handwerkskammer das Ziel, bürokratische Belastungen für ihre Mitgliedsbetriebe zu reduzieren und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Unterfranken nachhaltig zu verbessern.

Weitere Informationen

Handwerkskammer für Unterfranken

Internet: www.hwk-ufr.de

Quelle: Pressemitteilung der Handwerkskammer für Unterfranken

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