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Organspende bleibt knapp: Ministerin fordert neue gesetzliche Regelung

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Die Zahl der Organspender in Bayern stagniert. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach am Donnerstag hingewiesen. Anlässlich des in Würzburg gestarteten Jahreskongresses der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) erklärte sie, dass in den ersten zehn Monaten des Jahres 128 postmortale Organspender in Bayern registriert wurden. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 127.

Gerlach machte deutlich, dass der Bedarf an Spenderorganen deutlich größer ist als das derzeitige Angebot. Aktuell warten in Bayern mehr als 1.000 Menschen auf ein lebensrettendes Organ (Stand 31. Oktober). Aus diesem Grund setzt sich die Ministerin weiterhin für eine Änderung des Transplantationsrechts und die Einführung der sogenannten Widerspruchslösung ein.

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Die Widerspruchslösung würde vorsehen, dass Organspende grundsätzlich möglich ist, sofern der potenzielle Spender nicht zu Lebzeiten widersprochen hat. Nach Ansicht Gerlachs könnte diese Regelung dazu beitragen, deutlich mehr Menschen Zugang zu einem lebenswichtigen Spenderorgan zu ermöglichen. Organspende wäre damit der Regelfall, sofern alle gesetzlichen und medizinischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Zudem betonte Gerlach, wie wichtig es sei, dass sich mehr Menschen mit der Frage der Organspende auseinandersetzen. Eine klar getroffene Entscheidung zu Lebzeiten entlaste auch die Angehörigen, die in schwierigen Momenten nicht stellvertretend eine Entscheidung treffen müssten. Wer rechtzeitig Klarheit schaffe, nehme seinen Familienmitgliedern eine große seelische Belastung.

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