„Sie sorgen für saubere Büros, Schulen und Altenheime. Doch oft fehlt es an der notwendigen Anerkennung für ihre Arbeit“, sagt Michael Groha, Vorsitzender der IG BAU Mainfranken. Neben mehr Respekt fordert die Gewerkschaft vor allem bessere Löhne, um Altersarmut vorzubeugen.
Nach Berechnungen der IG BAU müsste eine Gebäudereinigerin bei den derzeit branchenüblichen Einkommen rechnerisch mehr als 70 Jahre in Vollzeit arbeiten, um eine Rente in Höhe der aktuellen Durchschnittsrente zu erreichen.
„Wer ein Leben lang dafür sorgt, dass andere in einer sauberen Umgebung arbeiten und leben können, darf im Alter nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen sein“, betont Groha. Niedrige Löhne seien nicht nur für die Betroffenen problematisch, sondern könnten auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden.
Die Gewerkschaft appelliert deshalb an die Bundestagsabgeordneten von CSU und SPD aus Schweinfurt und der Region, sich bei der anstehenden Rentenreform für eine stärkere Absicherung von Beschäftigten im Niedriglohnbereich einzusetzen.
Gleichzeitig blickt die IG BAU auf die kommende Tarifrunde im Gebäudereiniger-Handwerk. Dort fordert die Gewerkschaft ein deutliches Lohnplus für die Beschäftigten. „Darauf sollten sich die 17 Gebäudereinigungsunternehmen in Schweinfurt schon jetzt einstellen“, so Michael Groha.
Die Zahlen zu den Beschäftigten und Unternehmen basieren laut IG BAU auf Angaben der Bundesagentur für Arbeit.
Der Tag der Gebäudereinigung soll bundesweit auf die Bedeutung der Branche aufmerksam machen. Reinigungskräfte sorgen täglich dafür, dass Büros, Schulen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und öffentliche Gebäude sauber und hygienisch bleiben – eine Arbeit, die nach Ansicht der Gewerkschaft mehr Anerkennung verdient.
