Polizeibeamte nehmen nach einem verhinderten Callcenterbetrug in Bad Neustadt zwei mutmaßliche Betrüger fest.
Nach einem vereitelten Betrugsversuch gegen ein Ehepaar konnten zwei mutmaßliche Callcenter-Betrüger in Bad Neustadt von der Polizei festgenommen werden. KI-generiertes Symbolfoto

Falsche Polizeibeamte scheitern: Zwei Tatverdächtige nach Callcenterbetrug in Untersuchungshaft

Lkr. Bad Kissingen -

Ein älteres Ehepaar hat am Donnerstag durch umsichtiges Verhalten einen mutmaßlichen Betrugsversuch verhindert. Zwei Männer, die als Abholer für eine Callcenter-Betrugsmasche eingesetzt worden sein sollen, wurden von der Polizei festgenommen und befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Nach Angaben der Polizei erhielten die Rentner gegen 15:30 Uhr einen Anruf von Betrügern, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Die Anrufer behaupteten, dass das Haus des Ehepaares möglicherweise Ziel eines bevorstehenden Einbruchs werden könnte. Zum angeblichen Schutz sollten die Senioren ihre Wertsachen bereitlegen und später an Polizeibeamte übergeben.

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Das Ehepaar wurde jedoch misstrauisch und verständigte die echte Polizei. Als zwei Männer im Alter von 18 und 25 Jahren erschienen, um die Wertsachen abzuholen, griffen die Einsatzkräfte zu. Die beiden deutschen Staatsangehörigen wurden noch vor Ort vorläufig festgenommen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurden die Tatverdächtigen am Freitag einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehle wegen des dringenden Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs. Die beiden Männer wurden anschließend in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Die weiteren Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft dauern an.

Polizei warnt weiterhin vor Betrugsmaschen

Die unterfränkische Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut auf ihre Präventionskampagnen „Leg‘ auf!“, „Ich schütze Oma und Opa“ sowie „Chill mal Oma“ hin. Ziel ist es, insbesondere ältere Menschen vor Betrugsformen wie dem Enkeltrick oder falschen Polizeibeamten zu schützen.

Die wichtigsten Verhaltenstipps der Polizei:

  • Bei verdächtigen Anrufen sofort auflegen.
  • Die Polizei niemals über die angezeigte Nummer zurückrufen, sondern selbst die 110 wählen.
  • Keine Geldbeträge oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben.
  • Die Polizei holt niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zur Verwahrung an der Haustür ab.
  • Mit Angehörigen, Freunden und Nachbarn über aktuelle Betrugsmaschen sprechen.

Die Polizei appelliert insbesondere an jüngere Familienmitglieder, ältere Angehörige regelmäßig über diese Betrugsformen zu informieren und für die Gefahren zu sensibilisieren.

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