Die anhaltende Hitze und die trockenen Wetterbedingungen sorgen in Unterfranken für eine erhöhte Waldbrandgefahr. Deshalb hat die Regierung von Unterfranken für Samstag, 20. Juni, und Sonntag, 21. Juni 2026, vorsorgliche Luftbeobachtungen zur Waldbrandüberwachung angeordnet.
Mit dem Beginn des kalendarischen Sommers werden in der Region hohe Temperaturen und lang anhaltender Sonnenschein erwartet. Dadurch steigt nicht nur die Gefahr von Waldbränden, sondern auch von Bränden auf offenem Gelände mit trockenem Grasbewuchs erheblich.

Zusätzlich rechnen die Behörden aufgrund des sommerlichen Wetters mit zahlreichen Ausflüglern in Wäldern und Naherholungsgebieten. Damit erhöht sich das Risiko, dass Brände durch Unachtsamkeit ausgelöst werden.
Beobachtungsflüge über ganz Unterfranken
Die Luftbeobachtung erfolgt jeweils in den Nachmittagsstunden, wenn die Brandgefahr am größten ist. Speziell ausgebildete Luftbeobachter überwachen dabei den gesamten Regierungsbezirk aus der Luft.
Die Einsätze erfolgen auf zwei festgelegten Flugrouten:
- Westroute: Start von den Flugplätzen Mainbullau und Hettstadt
- Ostroute: Start von den Flugplätzen Schweinfurt-Süd und Haßfurt
Neben möglichen Waldbränden achten die Beobachter auch auf Hinweise zu Borkenkäferbefall sowie auf besondere Verkehrslagen.
Behörden appellieren an die Bevölkerung
Die Regierung von Unterfranken ruft alle Bürgerinnen und Bürger zu besonderer Vorsicht auf. In Waldgebieten und auf trockenen Freiflächen sollte keinesfalls mit offenem Feuer hantiert werden. Auch das Rauchen im Wald kann bereits ausreichen, um einen Brand auszulösen.
So können Sie Waldbrände verhindern:
- Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe entzünden
- Zigaretten niemals achtlos wegwerfen
- Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abstellen
- Grillen nur auf ausgewiesenen Plätzen
- Verdächtige Rauchentwicklungen sofort über Notruf 112 melden
Die tatsächlichen Einsatzkosten der Luftbeobachtung werden aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds getragen. Die Flüge werden von ehrenamtlichen Piloten der Luftrettungsstaffel Bayern unterstützt.
Angesichts der erwarteten Hitze bitten die Behörden die Bevölkerung, besonders aufmerksam zu sein und die geltenden Sicherheitsregeln in Wald und Flur konsequent einzuhalten.