Auftakttreffen der Allianz NewSpace Mainfranken in Würzburg mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Forschung
Vor Ort beim Auftakt der Allianz „NewSpace Mainfranken“: (vordere Reihe von links) Prof. Dr. Matthias Bode (Julius-Maximilians-Universität Würzburg), Dr.-Ing. Stefan Möhringer (Vizepräsident IHK Würzburg-Schweinfurt), Caroline Trips (Präsidentin IHK Würzburg-Schweinfurt), Lukas Kagerbauer (stellv. Hauptgeschäftsführer IHK Würzburg-Schweinfurt). (Hintere Reihe von links) Dr. Hans-Peter Ebert (Center for Applied Energy Research), Dr. Stephan Busch (Fraunhofer Würzburg), Dr. Victor Trapp (Fraunhofer Würzburg), Ralf Landwehr (Brose Fahrzeugteile SE & Co. KG), Prof. Dr. Hakan Kayal (Julius-Maximilians-Universität Würzburg), Daniel Salzinger (ESA Business Incubation Centre Bavaria), Prof. Dr. Klaus Schilling (Zentrum für Telematik e. V.), Oliver Ruf (S4 – Smart Small Satellite Systems GmbH), Prof. Dr. Hannes Taubenböck (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt). Foto: Marcel Gränz

Allianz „NewSpace Mainfranken“ startet: Raumfahrt als Zukunftsfaktor für die Region

Würzburg -

Beim Kick-off-Treffen der neu gegründeten Initiative „NewSpace Mainfranken“ haben sich am Donnerstag rund 110 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft über die Potenziale der Raumfahrt für den Standort Mainfranken ausgetauscht. Ziel der Allianz ist es, die regionalen Kompetenzen rund um Kleinsatellitensysteme und New-Space-Technologien zu bündeln und Mainfranken langfristig als bedeutenden europäischen Raumfahrtstandort zu positionieren.

Mit der neuen Plattform wollen neun Netzwerkpartner aus der Region ihre Kompetenzen sichtbar machen, Akteure vernetzen und neue Kooperationen anstoßen. „In Mainfranken hat sich ein beeindruckendes Weltraum-Ökosystem mit hohen Kompetenzen in autonomen Kleinsatellitensystemen, spezialisierten Studiengängen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, innovativen Start-ups und Industriepartnern entwickelt“, betonte der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Lukas Kagerbauer.

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Initiiert wurde „NewSpace Mainfranken“ von der IHK Würzburg-Schweinfurt, der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt, dem Zentrum für Telematik, dem Fraunhofer EMI, dem Fraunhofer ISC, dem Center for Applied Energy Research, dem Technologie- und Gründerzentrum Würzburg sowie der Stadt Würzburg.

Wissenstransfer in die Industrie im Fokus

Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und IHK verfolgen mit der Allianz das gemeinsame Ziel, die gesamte regionale Wertschöpfungskette im Bereich New Space abzubilden – vom Satelliten bis zur konkreten Anwendung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Wissenstransfer in die Industrie. Auf Basis der vorhandenen industriellen Stärke sollen neue Wertschöpfungsketten, Serienfertigungen und Anwendungen entstehen, etwa in den Bereichen Erdbeobachtung, sichere Kommunikation oder Quantentechnologien.

Die IHK Würzburg-Schweinfurt übernimmt innerhalb der Allianz eine koordinierende Rolle. Sie will Kooperationen stärken, Start-ups unterstützen und die nationale wie internationale Sichtbarkeit Mainfrankens als New-Space-Standort weiter erhöhen.

Chancen für Unternehmen aus der Region

Die Veranstaltung richtete sich insbesondere an Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe, vor allem aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Elektrotechnik sowie IT. Ziel war es, neue Anknüpfungspunkte zur Raumfahrtbranche aufzuzeigen und zusätzliche Anwendungsfelder für bestehende Kompetenzen zu erschließen.

IHK-Vizepräsident Dr. Stefan Möhringer zog zum Abschluss ein positives Fazit: „Wir haben spannende Einblicke in das Raumfahrt-Ökosystem in Mainfranken erhalten. Mit unserer New-Space-Plattform haben wir eine gemeinsame Basis für weitere Kooperationen zwischen Forschung, Industrie und Start-ups geschaffen.“ Für das kommende Jahr seien zahlreiche Aktivitäten geplant, um das Potenzial der Weltraumregion Mainfranken weiter sichtbar zu machen.

Die Raumfahrt sei längst kein fernes Zukunftsthema mehr, so Möhringer weiter. Sie präge bereits heute zahlreiche Technologien und Anwendungen – von Kommunikationssatelliten über Drohnen und neue Materialien bis hin zu digitalen Innovationen – und eröffne damit Chancen für Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen.

Weitere Informationen zur Initiative gibt es online auf der Website der IHK Würzburg-Schweinfurt.

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