Verschiedene Sojaprodukte wie Tofu, Sojabohnen, Edamame und Sojadrink auf Tisch angerichtet
Sojaprodukte wie Tofu, Edamame und Sojadrinks gelten als eiweißreiche Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung. Symbolfoto: KI-generiert

Ist Soja gesund? Fakten zu Wirkung, Risiken und Mythen rund um Tofu & Co.

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Rund um Soja und daraus hergestellte Produkte wie Tofu oder Sojadrinks kursieren zahlreiche Mythen. Die Verbraucherzentralen haben aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zusammengetragen – und ordnen die häufigsten Befürchtungen ein.

Soja gilt grundsätzlich als gesund und nachhaltig. Wie alle Hülsenfrüchte liefert es wertvolle Nährstoffe, darunter hochwertiges Eiweiß, Ballaststoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe. Dennoch stehen insbesondere die enthaltenen Isoflavone immer wieder in der Kritik. Diese sekundären Pflanzenstoffe ähneln in ihrer Struktur dem Hormon Östrogen – was viele Verbraucher verunsichert.

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Entwarnung bei üblichen Mengen

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft sind die meisten Sorgen unbegründet. „Die meisten Befürchtungen sind bei einem üblichen Verzehr von Soja-Produkten nicht gerechtfertigt“, erklärt Jutta Saumweber von der Verbraucherzentrale Bayern.

Auch im Zusammenhang mit Brustkrebs gibt es Entwarnung: Ein moderater Konsum von ein bis zwei Portionen täglich – etwa 100 Gramm Tofu oder 250 Milliliter Sojadrink – gilt selbst während einer antihormonellen Therapie als unbedenklich. Hinweise auf ein erhöhtes Rückfallrisiko liegen laut Fachgesellschaften nicht vor.

Keine „Verweiblichung“ bei Männern

Ein häufig verbreiteter Mythos betrifft mögliche hormonelle Auswirkungen bei Männern. Studien zeigen jedoch, dass Soja den Testosteronspiegel nicht relevant beeinflusst. Eine „Verweiblichung“ durch normalen Konsum ist wissenschaftlich nicht belegt.

Auch bei Frauen in den Wechseljahren ist die Datenlage zurückhaltend: Für eine verlässliche Linderung von Beschwerden wie Hitzewallungen durch Soja-Isoflavone gibt es bislang keine gesicherten Nachweise.

Schilddrüse im Blick behalten

Bei ausreichender Jodversorgung sind negative Auswirkungen auf die Schilddrüse durch normalen Sojakonsum nicht zu erwarten. Anders kann es bei Jodmangel oder bestehenden Schilddrüsenerkrankungen sein. Hier können insbesondere hochdosierte Isoflavone problematisch werden.

Experten raten in solchen Fällen zu einer ärztlichen Begleitung.

Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln

Kritisch sehen die Verbraucherzentralen vor allem hochdosierte Isoflavon-Supplemente. Deren gesundheitliche Unbedenklichkeit ist nicht ausreichend belegt – insbesondere für Menschen mit hormonabhängigen Krebserkrankungen oder Schilddrüsenproblemen.

Wer an östrogenabhängigem Brust- oder Gebärmutterkrebs erkrankt ist oder war, sollte solche Präparate meiden.

Fazit: Maßvoll genießen

Soja-Produkte wie Tofu, Tempeh oder Sojadrinks können problemlos Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Entscheidend ist – wie so oft – die Menge und Vielfalt.

Wer sich abwechslungsreich ernährt und auf eine ausreichende Jodzufuhr achtet, muss Soja nicht meiden.

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