Norbert Völkl und Sebastian Witzel beim Wechsel des Betriebsratsvorsitzes bei SKF Schweinfurt vor der Belegschaft
Der alte und der neue Betriebsratsvorsitzende beim Handshake vor der Belegschaft: Norbert Völkl (links) und Sebastian Witzel. Foto: Holger Laschka

Nach 20 Jahren an der Spitze: Völkl verabschiedet sich – Witzel übernimmt bei SKF

Schweinfurt -

Ein bedeutender Wechsel an der Spitze des Betriebsrats der SKF GmbH in Schweinfurt: Nach rund zwei Jahrzehnten als Vorsitzender hat sich Norbert Völkl verabschiedet. Sein Nachfolger ist Sebastian Witzel, der bisher als stellvertretender Vorsitzender eng in alle zentralen Entscheidungen eingebunden war.

Der Abschied von Völkl am 11. März 2026 war von großer Emotionalität geprägt. Punkt 15:19 Uhr erklärte er ein letztes Mal die Betriebsversammlung für geschlossen – nicht ohne zuvor bewegende Worte an die Belegschaft zu richten. Minutenlanger Applaus unterstrich die hohe Wertschätzung für seine Arbeit.

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Völkls Weg bei SKF begann bereits 1980 mit einer Ausbildung zum Maschinenschlosser. Über verschiedene Stationen, darunter die Tätigkeit als Industriemeister und sein Engagement in der IG Metall, führte ihn sein Weg bis an die Spitze des Betriebsrats, die er im Jahr 2006 übernahm.

Norbert Völkl erhält Abschiedsgeschenk bei Betriebsversammlung von SKF Schweinfurt vor großer Belegschaft
Eine Uhr mit Stationen seiner Jahrzehnte bei SKF überreichten das Ausbildungszentrum und die Geschäftsführung dem scheidenden Betriebsratsvorsitzenden Norbert Völkl. Foto: Holger Laschka

In seine Amtszeit fielen zahlreiche Herausforderungen und tiefgreifende Veränderungen am Standort Schweinfurt. Dazu gehörten unter anderem strukturelle Anpassungen in der Produktion, wirtschaftliche Krisen sowie globale Entwicklungen wie die Corona-Pandemie und geopolitische Konflikte. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen gelang es Völkl, tragfähige Lösungen für die Beschäftigten auszuhandeln.

Besonders hervorgehoben werden seine Verhandlungserfolge bei der Umstellung der betrieblichen Altersvorsorge sowie die langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen. Auch in Phasen der Transformation konnte er sozialverträgliche Lösungen, etwa bei Altersteilzeitmodellen, erreichen.

Mit Sebastian Witzel übernimmt nun ein erfahrener Nachfolger die Verantwortung. Er war in den vergangenen Jahren als Stellvertreter eng an allen wichtigen Verhandlungen beteiligt und kennt die Herausforderungen des Standorts genau. Völkl übergibt ihm einen Betrieb mit rund 3.000 Beschäftigten, der sich nach schwierigen Jahren wieder stabiler und wettbewerbsfähiger aufgestellt zeigt.

Auch von Unternehmensseite wurde Völkls Arbeit gewürdigt. Deutschland-Chef Jörg Wuttke bezeichnete ihn als „besonnenen und strategisch starken Partner“, der wichtige Impulse gesetzt habe. Die Geschäftsführung betonte zugleich die Fortsetzung der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der neuen Betriebsratsspitze.

Seinen Abschied ließ Norbert Völkl gemeinsam mit langjährigen Weggefährten ausklingen. Als besonderes Geschenk erhielt er das Rednerpult, an dem er über viele Jahre hinweg die Interessen der Belegschaft vertreten hatte – ein Symbol für sein prägendes Wirken bei SKF in Schweinfurt.

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